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Naturkatastrophe 2002

Zu trauriger Berühmtheit kam Schlans am 16. November 2002. Damals wälzte sich eine Rüfe ungekannten Ausmasses mitten durch das Dorf. Die Massen rissen mehrere Gebäude mit sich, darunter ein Wohnhaus und die alte Sennerei. Schlamm, Wasser und Steine teilten das Dorf entzwei und machten einen Teil der Häuser vorübergehend unbewohnbar. Auch der Bach in der Val Farbertg, durch die man von Westen her nach Schlans kommt, wurde zur Rüfe und riss die Strasse nach Schlans mit sich. 

Die Geroldswiler Spendenaktion

Die Gemeinde hat sofort eine Hilfsaktion lanciert. Die einheimische Bevölkerung und die ortsansässigen Unternehmen sowie weitere mit der Patengemeinde eng verbundene Personen haben insgesamt die stolze Summe von knapp Fr. 65'000.00 für die leidgeplagte Bevölkerung und die Bündner Gemeinde gespendet.

Die Gemeinde Geroldswil hat in der Folge beschlossen, diese Spendengelder zweckgebunden zu verwenden und die Mittel nicht für den allgemeinen Finanzbedarf der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grunde wurde ein sog. Sonderrechnung "Aktion Schlans" geführt. Nach und nach wurden die Gelder bis ins Jahr 2009 für die Möblierung des Gemeinschaftsraumes, für die Sanierung des Dorfladens und das Zusatzprojekt zur Rüfenverbauung sinnvoll eingesetzt.

Bachverbauungen

Gesamtansicht-Bachverb.jpgNoch sind die Spuren der Naturkatastrophe von 2002 überall präsent. Die Strassen im Dorf haben unter der Rüfe und den Reparaturarbeiten, stark gelitten und müssen in den nächsten ein bis zwei Jahren instand gesetzt werden. Fertig gestellt ist der Tobelabschnitt der Strasse von Trun nach Schlans. Die neue Strasse in der Val Farbertg ist durch riesige Betonmauern gesichert. Im Dorf selbst, wo einmal Schutt und Schlamm sich türmten, liegt inzwischen ein tiefes und breites Bachbett, durch das eine Rüfe ähnlichen Ausmasses wie im 2002 durchfliessen könnte, ohne wieder verheerende Schäden anzurichten. Die architektonische Gestaltung dieses Einschnitts in das Dorf und die verbindenden Brücken tragen die virtuose Handschrift des Vriner Architekten Gion A. Caminada.

Gerolsdwiler Abscjnitt.jpgWäre es nach den Plänen des Kantons Graubünden gegangen, hätte der untere Abschnitt des Bachbettes durch das Dorf den Charakter eine Geröllhalde bekommen. Dank der finanziellen Unterstützung von Geroldswil mit rund 55´000 Franken konnte dann doch noch eine Variante realisiert werden, die dem Charakter des Dorfbildes gerecht wird. Damit sind die Voraussetzungen günstig, dass sich um den Bach herum in den nächsten Jahren Architektur mit Charme gruppiert und die durch die Rüfe getrennten Dorfteile architektonisch wieder zusammenwachsen.