Geroldswil Gemeindenachrichten 3/15

39 Beim Heimetchor Limmiggruess läufts rund…meistens Mit einigem Wer­ beaufwand seit Anfang 2015 mach­ ten wir auf einen Stimmbildungstag aufmerksam, den unser Verein anstelle eines Maibummels Anfang Mai in der re­ formierten Kirche Geroldswil durchführte. Die öffentliche Werbung, u.a. mittels In­ serat im Limmattaler, war erfolglos. Einzig drei Personen, die durch direkte Anspra­ che von Chormitgliedern zum Mitmachen motiviert werden konnten, alle mit eige­ nem Chorhintergrund, fanden sich am Samstag, 8. Mai am Probeort ein und pro­ fitierten von den Übungen und Erklärun­ gen unseres Dirigenten Peter Thalmann. Der spontane kurze Auftritt eines Chors von Zweit- und Drittklässlern, begleitet von einer Gitarre durch ihre Leiterin, lo­ ckerte in fröhlicher Weise unseren Anlass auf, der mit dem spendierten einfachen Mittagessen seinen Abschluss fand. Eine Aktion mit möglichemWerbeeffekt für un­ seren Chor, die trotz namhafter Spesen nur ein minimales Echo fand. Keineswegs ausgebremst durch diesen Minimalerfolg, plant unser Chor die nächs­ ten Aktivitäten: eine zweitägige Chorreise ins Berner Oberland gegen Ende August, die traditionelle Teilnahme am Oetwiler Kellerfest vom 4./5. September mit unse­ rem Pizzabeizli an der alten Landstrasse und dann natürlich unseren Hauptanlass, die Abendunterhaltung vom Freitag und Samstag, 6. und 7. November. Seit Frühjahr üben wir Lieder zumMotto «Blumen» und unsere Theatertruppe probt ein Lustspiel in zwei Akten: Im etwas heruntergewirt­ schafteten Hotel Bachmann, das verkauft werden soll, geht es plötzlich heiss zu und her. Ein Klamauk, in dem die versierten Darsteller zur Hochform auflaufen dürften. Übrigens: «Limmiggruess», was heisst das eigentlich? Die alteingesessenen Land­ wirte, Grossgärtner und Handwerker aus Oetwil und Geroldswil, Gründer unseres Vereins im Jahre 1946, sagten zur Limmat eben Limmig. Es war die Zeit, als die Mundart hier noch etwas Urchiges, Un­ verfälschtes war. Es gab damals in unse­ rer Gegend noch keine Events, Open Airs, Must-haves, No-goes, Hipes usw. – Klar, mit den Jahrzehnten verändert sich man­ ches: die Mundart, das Familienverständ­ nis, das kulturelle Angebot und auch die Kleidung. Zur Gründerzeit des Chors tru­ gen die Frauen noch Röcke oder Jupes und Bluse und auf der Strasse sagte man sich noch «grüezi». – Vergangene Zeiten! Trotzdem versuchen wir mit unserem bald siebzigjährigen Verein noch etwas Tradi­ tion zu erhalten. Albert Räss Vereine Impression vom Stimmbildungstag

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