Geroldswil Gemeindenachrichten 4/16
6 Wer bezahlt den Ausbau von Limeco Regiowärme? Die Investitionen betragen bis ins Jahr 2030 rund 100 Millionen Franken. Den Ausbau der Wärmeversorgung im Lim- mattal bezahlt Limeco. Die Finanzierung erfolgt über Eigenmittel und mit Auf- nahme von Fremdkapital. Die Trägerge- meinden haben dem Ausbau und den Investitionen zugestimmt. Hinter Limeco steckt viel Power Regiowärme wird nicht aus fossilen Brennstoffen erzeugt und muss auch nicht importiert werden. Sie nutzt die Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage KVA in Dietikon. Limeco entsorgt, behandelt und verwertet Abfall sowie Abwasser auf um- weltfreundliche, nachhaltige und wirt- schaftliche Weise. Jährlich verwertet die Limmattaler KVA gegen 90 000 Tonnen Haushalts- und Industrieabfall. Was kaum jemand weiss: In einem gefüllten 35-Liter- Kehrichtsack steckt gleich viel Energie wie in anderthalb Litern Heizöl! Zurzeit setzt Limeco rund 25 000 Megawattstun- den Energie in Form von Regiowärme ab. Allein mit der Anbindung der Gemeinden rechts der Limmat könnte der Energieab- satz verdreifacht und umgerechnet 8000 Einfamilienhäuser umweltfreundlich ge- heizt werden. Limeco Regiowärme gilt als der erneuer- baren Energie gleichwertig und ist CO 2 - neutral. Wie funktioniert Regiowärme? Limeco Regiowärme funktioniert wie eine riesige, saubere Zentralheizung. Sie wird aus regionalem Kehricht gewonnen und gelangt als heisses Wasser oder Dampf direkt ins Haus geliefert. Je mehr Gebäude angeschlossen sind, desto stärker wird die Limmattaler Luft entlastet und das glo- bale Klima geschont. Regiowärme ersetzt fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl und eignet sich zum Heizen, fürs Warmwasser sowie zum Kühlen. Die angeschlossenen Liegenschaften benötigen keine eigenen Gas- und Ölheizungen mehr, wodurch Ka- mine überflüssig sind und Feinstaub und Abgase minimiert werden. Zum einen wächst die Zahl potenzieller Abnehmer und zum anderen verfügt die Region mit Limeco über einen zuverlässigen und ver- ankerten Energielieferanten. Ab 2030 wird der CO 2 -Ausstoss im Limmattal dank Limeco Regiowärme jährlich um über 23 000 Tonnen reduziert. Dank dem Ausbau von Limeco Regio wärme gelangen jährlich 23000 Tonnen CO 2 weniger in die Atmosphäre. Mehr umweltfreundliche Energie für das Limmattal Das Limmattal ist ein Entwicklungsgebiet mit grossem Bevölkerungswachstum und steigender Zahl von Arbeitsplätzen. Der Wärmebedarf wird in den nächsten Jah- ren, trotz erhöhter Energieeffizienz, wei- ter steigen. Das Versorgungsnetz von Limeco Regio wärme wird bis 2030 ausgebaut, damit möglichst viele Liegenschaften Regiowär- me beziehen können. In drei Etappen wer- den Dietikon und Spreitenbach, Gerolds- wil, Weiningen, Oetwil a.d.L., Unter- und Oberengstringen ans Versorgungsnetz an- geschlossen. Der Start erfolgt im Dietiker Quartier Fondli. Geroldswil liegt im erweiterten Gebiet des Erstausbaus. Dadurch kann das gesamte rechte Limmattal an die Limeco Regiowär- me angeschlossen werden. Das An- schlusspotenzial rechts der Limmat be- trägt rund 80 000 MWh pro Jahr. Dabei sind zukünftig durch Neubauten entste- hende Potenziale nicht berücksichtigt. Geplanter Ausbau der Limeco Regiowärme
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