Geroldswil Gemeindenachrichten 2/17

Gemeinde 2 Manch einer würdemanchmal nach diesem «Lebensmotto» leben und doch tun es viele trotzdem nicht – und das ist oftmals gut so. Der Gemeinderat befasst sich seit einigen Jahren mit der Zukunft und der Entwick- lung des Geroldswiler Zentrums, damit es auch für kommende Generationen attrak- tiv bleibt. Mit dem von Ihnen genehmigten Baukredit ist ein wesentlicher Meilenstein für die Zukunft von Geroldswil erreicht – das Baufeld Ost kann mit einer Zentrums- überbauung mit einem attraktiven Gewer- be- und Dienstleistungsmix und neuen Wohnungen überbaut werden. Damit er- hält Geroldswil eine neue, identitätsstiften- de Adresse, das Zentrumwird weitsichtig und zukunftsgerichtet gestärkt und die Be- dürfnisse der Geroldswiler Bevölkerung werden nachhaltig gesichert. Wir danken Ihnen für Ihre Stimme und das entgegen- gebrachte Vertrauen. Eine weniger rosige Zukunft steht vielen flüchtenden Menschen in ihren Heimatlän- dern bevor. Weil ihr Leib und Leben wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität oder wegen ihrer politischen Anschauung ge- fährdet ist, suchen sie in Europa eine bes- sere Welt. Weshalb dies nicht immer ein- fach ist und weshalb einige administrative Vorgänge nötig sind, bevor sie ihre Zukunft aktiv mitgestalten können, erfahren Sie in unserem Schwerpunktbeitrag. Manchmal ist es aber doch in unserem oft- mals durchgeplanten Alltag auch schön, sich ohne grosse Vorahnung auf die Zu- kunft einzulassen. So tun es beispielsweise unsere Kinder der Cevi, wenn sie sich im Sommer auf dem Gleis 9¾ auf eine magi- sche Reise ins Reich der Hexen und Zau- berer begeben. Auch unsere kleinen Zirkus- kinder lassen sich jährlich imCircus Balloni auf ein neues Abenteuer ein – denn wer hätte vorher gedacht, dass er über einen Scherbenhaufen gehen oder auf einemNa- gelbrett sitzen kann? Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit der neusten Ausgabe unserer Gemeindenachrichten. Michael Deplazes Gemeindepräsident «Ich denke niemals an die Zukunft, sie kommt früh genug» (Albert Einstein) Liebe Geroldswilerinnen, liebe Geroldswiler Fast jedeWoche wird in den Me- dien von neuen Flüchtlingsströ- men aus Afrika berichtet. Viele von ihnen erreichen die europäische Küste nicht, weil sie Schleppern zum Op- fer fallen, die sie, in untaugliche Boote gepfercht, auf die Überfahrt schicken. Viele Flüchtlinge sind sehr jung, seit Wo- chen, wenn nicht gar Monaten unter- wegs, um irgendwo eine bessere Welt anzutreffen. Sie träumen von einer Welt, die ihnen Sicherheit und Perspektiven bietet. Die Schweiz als humanitärer Staat nimmt Flüchtlinge auf und bietet ihnen Platz und eine gewisse Sicherheit. Ob ihre Träume und Wünsche bei uns in Erfüllung gehen, bleibt ungewiss. Um sich ein Leben, wie wir es führen, zu er- möglichen, müssen einige Hürden über- wunden werden. Seien dies sprachliche, kulturelle oder eben auch intellektuelle. Die verpassten Schuljahre im Heimat- land können nicht im Schnellzugtempo nachgeholt werden. Deshalb bleiben wohl viele Berufswünsche und die damit verbundenen Erwartungen an ein schö- nes Leben unerfüllt. In dieser Ausgabe erfahren Sie mehr über die administrativen Prozesse und die Abläufe, die Flüchtlinge durchlaufen. Wenn sie bei uns in Geroldswil ankom- men, helfen wir ihnen, eine Beschäfti- gung zu finden. Erst wenn sie selbst für sich aufkommen können, wird ihr Wunsch nach Perspektiven wenigstens teilweise erfüllt. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Ihre Veronika Neubauer

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjk4MTY2