Geroldswil Gemeindenachrichten 2/17

Gemeinde 25 Fusion der Jagdreviere Weiningen und Oetwil a.d.L. Am 23. Februar 2017 fand die Versteige- rung für die Pachtperiode 2017–2025 des Reviers Altberg Süd in Weiningen statt. Dieses Revier geht aus den bisherigen JagdrevierenWeiningen und Oetwil a.d.L. hervor, die auf Antrag der Gemeinde Ge- roldswil auf die neue Pachtperiode zu- sammengelegt wurden. Die neu konstituierte Jagdgesellschaft be- steht aus fünf Pächtern, die bis anhin in den beiden Revieren tätig waren. Es sind dies • Stefan Tresch, Schlieren, Obmann und Jagdaufseher • Martin Bühler, Oetwil a.d.L. • Caspar Derungs, Zürich • Martin Peter, Uitikon, Jagdaufseher • Simon Stutz, Oetwil a.d.L. Das neu gebildete Revier hat eine jagdbare Fläche von 402 ha. Wildschweine auf dem Vormarsch Seit Jahren stellen wir im neuen Revier einen steigenden Bestand an Wildsauen fest. Immer mehr und grössere landwirt- schaftlich genutzte Fläche gepaart mit üppiger Eichel- und Buchenmast in den Wäldern bietet den Wildschweinen ein grosses Nahrungsangebot an. Dadurch ver- ursachen sie in den landwirtschaftlichen Kulturen teilweise erhebliche Schäden. Die gezielte Bejagung – vornehmlich in der Nacht – dient dazu, die Bestände nicht ausufern zu lassen. Anthropogene Einflüsse Die zunehmenden Freizeitaktivitäten brin- gen das Wild in Bedrängnis und verändern dessen Verhalten. Wie bis anhin legt der Kanton aufgrund der Frühjahrszählung die Abschussquote des Rehwildes fest. War das Reh früher auf dem Feld anzutreffen, befindet es sich heute vornehmlich im Wald. Hinzu kommt, dass die Aktivitäten des Forstes auch das Erscheinungsbild des Waldes verändert haben. Die Böden sind heute besonnt, was wiederum das Grünzeug begünstigt. Das wiederum hat einen direkten Einfluss auf das Fress­ verhalten des Rehs. Es sucht nun das Futter vermehrt im Wald, sodass eine Bejagung des Rehwildes im Sommer/Herbst auf- grund der üppigen Vegetation im Wald praktisch unmöglich wird. Das wiederum bedingt, dass an einem oder zwei Tagen im Jahr eine Gemeinschaftsjagd mit dem Ziel durchgeführt wird, die Abschussvorgaben des Kantons beim Rehwild zu erfüllen. Der Fuchs ist ein Kulturfolger und sucht heute sehr oft seine Nahrung in den Sied- lungsgebieten. Hier eine grosse Bitte an die Gartenwohnungsbesitzer: Bitte keine Futternäpfe oder Schuhe auf der Terrasse aufstellen, das zieht die Füchse gezielt an. Der Feldhase ist leider am Altberg prak- tisch verschwunden, obschon er seit Jahr- zehnten nicht mehr aktiv bejagt wird. Zahlreiche Aufgaben der Jäger Mit der Übernahme der Jagdpacht am Alt- berg Süd sind für die Pächter vielfältige Aktivitäten verbunden. Nebst der Minimie- rung des Wildschadens durch die Jagd wird das Wild gehegt, Rehkitze sind vor dem Mäher zu schützen, verletzte Tiere werden geborgen und die Jäger sind rund um die Uhr zuverlässige Helfer bei Wild- unfällen auf der Strasse. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zum Nutzen des Ökosystems. Die beiden Jagdaufseher, Stefan Tresch, 079 730 16 92, und Martin Peter, 079 349 04 55, stehen der Bevölkerung von Weinin- gen, Geroldswil und Oetwil a.d.L. für Fra- gen rund um die Jagd und Wildtiere gerne zur Verfügung. Jagdgesellschaft Altberg Süd Bitte keine Futternäpfe oder Schuhe auf der Terrasse aufstellen, das zieht die Füchse gezielt an

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