Geroldswil Gemeindenachrichten 4/17

Gemeinde 17 Ein Dorf wird aufgerufen, Bücher abzugeben Durch diese Aufforderung kam eine recht grosse Anzahl Bücher zusammen. Und so entstand der Grundstock der Bibliothek mit einer Mischung aus älteren und neuen Büchern. Für die Verantwortlichen war klar, dass das eine Übergangslösung sein würde. Mit der Zeit sollte durch die laufen­ de Anschaffung von neuen und frisch pu­ blizierten Büchern der Bestand allmählich aktuell werden. Nun ist die Bibliothek 40 Jahre alt Die Räumlichkeiten sind dieselben geblie­ ben, optisch hat sich die Bibliothek jedoch stark verändert. Die wohl wichtigsten Neuerungen sind die Ausleihtheke, die Ab­ schaffung der Karteikarten und die Um­ stellung auf die EDV. Gross waren die Umbrüche bei der laufen­ den Aktualisierung des Bibliothekbestan­ des. Es erschienen immer wieder neue Medien auf demMarkt. Dies erforderte ein Umdenken bei den Mitarbeitenden und machte Grundsatzentscheide nötig: Wel­ chen Neuheiten folgen wir, welche lassen wir sein? So wurden über die Jahre Comics für Kinder und Jugendliche, Musik-CDs, Videokassetten und später DVDs, Hörbü­ cher und zuletzt der E-Reader, das elektro­ nische Buch, in den Bestand aufgenommen. Mit jedem neuen Medium explodierten die Ausleihzahlen. Das zeigt deutlich, dass es ein Bedürfnis der Leserschaft ist, neue Sa­ chen auszuprobieren, bevor sie sich selbst in ein teures Abenteuer stürzt. Die Aufgaben der Bibliothekarin sind heute viel mehr, als lediglich Bücher aufarbeiten und ausgeben Die prägendste Neuerung erfolgte 1998: die Einführung des Computers. DieAusleihe, das Katalogisieren, das Erstellen diverser Statistiken und die Pflege des Bestandes wurden dadurch sehr viel einfacher. Jetzt konnten Bücher, die seit Jahren im Gestell vor sich hin moderten, ausfindig gemacht und entsorgt werden. Doch bevor das möglich war, musste der gesamte Bestand in den Computer eingegeben werden. Eine gewaltige Aufgabe, die aber gut gemeis­ tert wurde. Wir sind stolz darauf, dass un­ sere Bibliothek nach Uitikon die zweite Bibliothek im Bezirk Dietikon war, die schon früh den Schritt in die digitale Zu­ kunft wagte. Die Rolle der Bibliothek hat sich gewandelt Heute ist die Bibliothek nicht mehr haupt­ sächlich eine Bildungsstätte, die Wissen vermittelt, sondern ein Informationszent­ rum. Die Anforderung an die Bibliothek ist nicht mehr, einen vorgeschriebenen Be­ stand an Belletristik und Sachbüchern zu haben. Viel wichtiger ist es heute, dass jeder Kunde in der Bibliothek erfährt, wo er das gesuchte Medium ausleihen kann. Die Bibliothek ist heute auch ein Erlebnis- und Begegnungsort. Es gibt dieMärchenstunde für Kinder, die Filmnacht für Jugendliche, Lesungen und Buchvorstellungen für die Erwachsenen. Bereits seit 39 Jahren be­ steht unser Café Littéraire. Jedes Mal darf es erneut auf eine treue Leserschaft zählen. Erinnern Sie sich noch an Phillip Maloney, seinen Mord in Geroldswil, an den Vortrag von Erich von Däniken oder an die politische Veranstaltung mit Arnold Hottinger? Der öffentliche Arbeitsplatz früher Der öffentliche Arbeitsplatz heute

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