Geroldswil Gemeindenachrichten 4/17

41 Vereine Führerlos in den Churfirsten Die Turnreise des Da- menturnvereinsGerolds- wil-Fahrweid fand am 26. und am 27. August statt und führte auf die Alp Sellamatt im Toggenburg. Allerdings unterschied sie sich von den bisher gewohnten Ausflügen ... Wie jedes Jahr freuten wir Turnerinnen uns sehr auf unsere Wanderung. Zwei Tage die Seele baumeln lassen. Sich um nichts kümmern zu müssen, einzig wan­ dern, die schöne Landschaft und Gesellig­ keit geniessen. Denn unsere Präsidentin Edith, ihres Zei­ chens Wanderexpertin im In- und Ausland, hatte natürlich alles bestens organisiert. Auch sämtliche Zug- und Postautokurse hatte sie immer «voll im Griff». Und dann am Freitagabend ein Telefon von ihr: «Sorry, ich liege im Bett und kann unmöglich mit­ kommen.» Jetzt hiess es Verantwortung übernehmen … Fleissiges Umsteigen und offene Kiste als Seilbahn So fuhren wir elf Frauen führerlos von Die­ tikon nach Zürich, Rapperswil, Nesslau und dann per Postauto nach Starkenbach. Nur fünfmal umsteigen. Bei früheren Turn­ reisen mit unserer Organisatorin war viel­ leicht dreimal umsteigen das höchste der Gefühle. Aber nach demMotto «Wir schaf­ fen das» kamen wir rechtzeitig an unserem ersten Etappenziel in Starkenbach an. Ein kurzer Kaffeehalt in den «Drei Eidgenos­ sen» und weiter ging es zu Fuss zur Talsta­ tion der Selun-Seilbahn. Nach fast einer Stunde Wartezeit brachte uns die Seilbahn, eine offene Holzkiste mit drei Bänkli, hinauf zur Alp Selun. Da be­ gannen wir unsere Wanderung auf dem Sagenweg. Wir erfuhren von den ver­ schiedenen Stationen, wie durch einen versteinerten Drachen die Churfirsten ent­ standen sind. Oder von der bösen Burg­ herrin, die verarmt im Wald unter einer Tanne starb. Dort erschien sie dann fortan als Geist an einer Weggabelung und wies ahnungslose Fremde in die Irre. Doch wir wurden von keinem Geist fehlgeleitet. So wanderten wir bei schönstem Sommer­ wetter durch die sagenumwobene Berg­ welt. Rechts die Churfirsten und links das Alpsteingebiet. Um die Vesperzeit erreichten wir unsere Unterkunft, das Berghotel Sellamatt auf 1390 m ü. M. Bis zum Abendessen verweil­ ten wir uns mit einem spannenden Quiz von Margrit Greber, es ging um alte Mundart­ wörter aus der ganzen Schweiz. So erfuh­ ren wir, dass die Basler einer Ameise «Bäramsle» sagen oder imWallis ein Zwerg ein «Goggwärgi» ist. Das gab ein Gelächter und die Zeit verging im Nu. Das Essen war hervorragend. Danach verbrachten wir Frauen den Abend nochmit lustigen Spielen oder Jassen. Wetterumschwung Am Sonntag nach einem feinen Frühstück starteten wir den nicht mehr so sonnigen Tag mit dem Klangweg. Sagenhaft, wie mit verschiedenen Materialien diverse Klänge erzeugt werden können. Nach dem Mit­ tagshalt erreichten wir schon bald die Bergstation Oberdorf. Im Restaurant an­ gekommen, begann es zu regnen. Trotzdem benutzten wir für den Abstieg nach Wild­ haus nicht die Sesselbahn, denn schon bald hörte es auf zu regnen, wenigstens, bis wir im Postauto sassen. Da leerte es wie aus Kübeln. In Wattwil bestiegen wir den Zug nach Rapperswil und mussten von dort aus nur noch zweimal umsteigen, bis wir etwas früher als geplant in Dietikon eintrafen. Eigentlich hat alles gut geklappt, aber wir freuen uns schon auf die nächste Turnreise, bei der unsere Präsidentin Edith Bächtold wieder unsere Truppe führen wird. Nächtlicher Etappenhalt: Berghotel Sellamatt

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