Geroldswil Gemeindenachrichten 3/19

Gemeinde 16 Spülen mit Köpfchen Die Abwasserreinigungs­ anlagen der Schweiz haben immer viel zu tun. Allein im Kanton Zürichwerden jährlich rund 250Mil- lionen Kubikmeter Abwasser gereinigt und in Seen und Flüsse zurückgeführt. Davor bleiben aber immer wieder sehr kuriose Dinge im Rechen hängen. ImSchweizer Abfall- und Recyclingsystem findet eigentlich alles seinen Platz – müss- te man meinen. Aber ob Zigaretten, Wat- testäbchen, Windeln, Strümpfe, Kondome, Uhren oder Mobiltelefone − in den Rechen der Kläranlagen finden sich immer wieder sämtliche Kuriositäten, die von der Grösse her ins WC passen, aber hier so gar nichts zu suchen haben. Keines dieser Produkte gehört weggespült. Sie könnenReinigungs- maschinen beschädigen und verursachen Kosten, weil zum Beispiel Kanalpumpen öfter gereinigt werden müssen. Auch für Flüssiges ist das WC nicht die Lösung. Reinigungsmittel und Frittieröl sind zum Beispiel nicht einfach weg, wenn man die WC-Spülung auslöst. Öl lässt sich zwar in der ARA entfernen, es kann sich aber zum Beispiel mit Sand vermischen, verklumpen und die Kanalisation verstopfen. Dabei ist es ganz einfach: Ins WC gehört – neben dem persönlichen Geschäft – nur WC-Papier. Hygieneprodukte, Feuchttücher, Verpackungen und Kleintierstreu gehören in den Abfall, Essensreste in den Kompost und Chemikalien und Altöl können ohne grossenAufwandbei entsprechendenSam- melstellen entsorgt werden. Ausserdem: Auch Kontaktlinsen werden gerne über die Toilette entsorgt. In den USA sind es zum Beispiel jährlich 20 000 Tonnen, die so im Abwasser landen. Die Linsen sind nicht biologisch abbaubar und werden von denBakterien in der Kläranlage kaum zersetzt. Sie landen alsMikroplastik in unseren Flüssen und Seen. Weitere Informationen zu Pusch erhalten Sie unter www.pusch.ch Weiterführende Links: Kanton Schwyz: So funktioniert eine ARA

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