Geroldswil Gemeindenachrichten 4/19
35 Vereine Jubiläumsausflug zu den Rheinsalinen in Rheinfelden An der diesjährigen GV feierte der Damenturn- verein sein 50-Jahr-Ju- biläum. Um diesen An- lass zu würdigen, organisierte unsere Präsidentin Edith Bächtold einen Tages- ausflug zu den Rheinsalinen. 19 Turnerinnen reisten mit dem Zug nach Basel. Per Schiff ging es dann weiter Richtung Rheinfelden. Einige Schleusen mussten durchfahren werden. Es war sehr imposant zu sehen, wie sich das Schiff anhob und nur mit reiner Wasserkraft zumoberen Schleusentor em- porgehievt wurde. An Deck erfreuten wir uns auch an der schönen Landschaft und den Dörfern entlang des Rheinufers. Dann wurde uns auf dem Schiff ein feines Mit- tagessen serviert; es schmeckte herrlich. InRheinfelden konntenwir nicht aussteigen, weil der Schiffssteg saniert wurde. So «se- gelten» wir weiter nach Kaiseraugst. Dort bestaunten wir noch die Grundmauern des Kastells Kaiseraugst aus der Römerzeit. Nun ging es per Zug weiter nach Möhlin. Nach etwa zehn Gehminuten erreichten wir die Rheinsaline Riburg in Rheinfelden. Ein kurzer Film zeigte uns, dass Salz eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit ist. Eswurde auch dasweisseGold genannt und als Zahlungsmittel verwendet. Daher stammt auch das Wort Salär. Unter fachkundiger Führung erfuhren wir, dass die Saline Riburg seit 1848 in Betrieb ist. Da Salz als Rohstoff in der Chemie eine wichtige Rolle spielte, siedelten sich in der Region Basel schon früh verschiedene Che- mieunternehmen an. Das tief unter der Erde liegende Salz wurde in Wasser aufgelöst und so an die Oberfläche gefördert. Heute wird mit modernster Technik aus der Sole (Salzwasserlösung) reines Salz kristallisiert. In der Saline Riburg werden in einer Stun- de bis zu 50 Tonnen Streusalz produziert. Das ergibt eine Lagerkapazität von 180 000 Tonnen. Das Streusalz wird im grössten Holzkuppelbau der Schweiz gelagert, und von hier aus wird im Winter die ganze Schweiz mit Streusalz versorgt. Vor stren- gen Wintern brauchen wir also demzufol- ge keine Angst zu haben. Zum Abschluss der Führung konnten wir uns noch im betriebseigenen Lädeli mit Salz in allen Variationen eindecken. Froh- gelaunt, mit vielen interessanten Eindrü- cken fuhrenwir mit demZugwieder zurück ins Limmattal. 19 Turnerinnen und 180 000 Tonnen Streusalz Historischer Bohrturm der Saline Riburg Die Staustufen des Rheins werden mit Schleusen überwunden
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