Geroldswil Gemeindenachrichten 2/20

Gemeinde 39 der Abfallsammelstelle. Seit einigen Tagen ist eine starke Zunahme der Besucher und der Entsorgungsmengen festzustel- len. Und damit verbunden leidet auch das Verhalten der Besucher. Einige Sammel- stellen-Besucher zeigen sich gegenüber der besonderen Situation uneinsichtig oder haben noch nie etwas von den Schutzmassnahmen wie «Social Distan- cing» zum Eigenschutz und des Personals gehört. Leider kommt es auch zu unnöti- gen verbalen Auseinandersetzungen. Schade, ist doch in Geroldswil die Ent- sorgung noch immer möglich, einfach etwas langsamer und eingeschränkter. Auch die Verkehrssituation vor der Ein- fahrt in die Sammelstelle verlangt nach einer raschen Anordnung, um gefährliche Situationen auf der Fahrweidstrasse zu vermeiden. «Festlegung weiterer Massnahmen für Geroldswil» Die GFO setzt sich mit weiteren Themen wie Kitas und Spielgruppen, Schliessung von Spielplätzen und Bocciabahn und Grillstellen auseinander. Viele Fragen stellen sich auch bei sicherheitspolizei- lichenAufgaben. DieGemeindeverwaltung soll der Bevölkerung weiterhin für ihre Bedürfnisse zur Verfügung stehen. Die Öffnungszeiten werden jedoch stark re- duziert, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Zusätzliche Schutzmassnah- men wie Plexiglasscheiben an den Schal- tern werden vorgenommen. «Veranstaltungen der Gemeinde» Aufgrund des Versammlungsverbotes müssen sämtliche geplanten Informations- veranstaltungen abgesagt werden. Mich beschleicht das beklemmende Gefühl, als ob dieWelt plötzlich stehen geblieben ist. In den nächsten Tagen undWochen folgten viele Sitzungen und notwendige Entschei- dungen zur Bewältigung der mittlerweile omnipräsenten Covid-19-Pandemie. In Windeseile wurden gut funktionierende Nachbarschaftshilfen installiert, welche für unsere ältere Bevölkerung und Perso- nen der sogenannten Risikogruppe Einkäu- fe tätigt. Das Bibliothek-Team organisiert kurzerhand einen Heim-Lieferdienst und Abholservice von Lesestoff und bekommt dafür viele wertschätzendeWorte aus der Bevölkerung. Die erlebte Solidarität unter der Bevölkerung ist einfach überwältigend! Viele Menschen kümmern sich um ihre Nachbarn, weil es diesen nicht möglich ist, für sich selber einzukaufen, auf die Post zu gehen oder dringend benötigte Medi- kamente in der Apotheke abzuholen. Die plötzliche Isolation dieser Tage ist für unsere betagte Bevölkerung eine beson- dere Belastung, sei es zu Hause, im Seni- orenzentrum oder im Pflegeheim. Kinder dürfen ihre Gross- oder Urgrosseltern bis auf weiteres nicht besuchen und somit auch nicht umarmen. So sorgt ein Überra- schungsanruf für eine willkommene Ab- wechslung und einigeMinuten Ablenkung. Eine Zeichnung von Kinderhand gemalt erfreut das Herz und gibt in der sinnlos erscheinendenSituationwieder Zuversicht. Die Hoffnung auf die baldige Normalität. Mein herzlichstes Dankeschön und vergelt’s Gott an alle helfenden Hände. Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam geschafft haben! Stehen wir noch am Anfang der Covid-19-Krise oder befinden wir uns im Aufbruch zur ge- wohnten Normalität? Kein Fachexperte wagt es derzeit, eine Antwort auf diese Frage zu geben. In den kommenden Wochen und Monaten müssen wir alles daran setzen, unser hei- misches Gewerbe vor dem drohenden Aus zu bewahren. Die gesamte Bevölkerung kann unterstützen, indemsie lokal einkauft, Renovations- und Sanierungsarbeiten vor- zieht und erhaltene Rechnungen sofort begleicht.Mit diesenwenigenMassnahmen könnenwir alleGrosses bewirken, Arbeits- plätze und Lehrstellen erhalten! Geroldswil blieb verschont. Undwir wün- schen uns, dass das so bleibt! Unser Gemeindelebenwurde erfreulicher- weise nicht durch Infizierungen oder To- desfälle durch das Coronavirus zusätzlich getrübt. Das ist keine Selbstverständlich- keit. Damit das so bleibt, sind wir alle in den kommendenWochen in der Pflicht. Es gilt nach wie vor, die Schutz- und Hygie­ nemassnahmen konsequent einzuhalten und umzusetzen. Wer sich im öffentlichen Raum oder im ÖV mit einer Schutzmaske vor Gesicht und Nase geschützter fühlt, soll dies ohne belächelt zuwerden tun.Wer sich krank fühlt oder Symptome einer mög- lichen Infizierung zeigt, muss sich unver- züglich in Selbstquarantäne setzen und seinen Hausarzt informieren. Denn nur mit Rücksicht, Achtsamkeit und Solidarität gelingt es uns, eine zweite Covid-19-Wel- le zu verhindern und bald in die «Normali- tät» zurückzukehren. Auf diesen Moment freue ich mich sehr. Denn die vielen Begegnungen und der kur- ze Schwatz im Dorf mit der Bevölkerung fehlen mir sehr. Bis es so weit ist, machen Sie mir bitte den Gefallen: Bitte bleiben oder werden Sie gesund. Michael Deplazes Ihr Gemeindepräsident

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjk4MTY2