Geroldswil Gemeindenachrichten 3/20
32 Vereine Der Fuchs Wer kennt dieses Tier nicht. Er gehört zur Gattung der Hunde. Der Nahrungsoppor tunist stellt an seinen Lebensraum keine besonderen Anforderungen. Wälder, Gras land, Äcker und zunehmend auch Sied lungsgebiete sind unterschiedlich geeig nete Lebensräume für die Rotfüchse. Der Fuchs ist sehr schlau und er ist ein anspruchsloser Allesfresser. Er nimmt ge nerell mit dem vorlieb, was leicht zu erbeu ten ist und einen hohen Energiegehalt bietet. In den Siedlungen waren es lange die Abfallsäcke, die regelmässig für Futter zerrissen wurden. Aber auch Hunde- oder Katzenteller auf der Terrasse oder im Gar ten bieten eine bequeme Futterquelle. In der Aufzuchtzeit der Jungen vermisst man oft Schuhe auf der Terrasse. Die findet man dann imWald in der Nähe des Fuchsbaus, wo sie als Spielzeug dienen. Aufgrund ihres Fett- und Proteingehaltes stellen Feldmäu se und Regenwürmer eine wichtige Nah rungsquelle dar. Gesunde Rehe oder Feld hasen kann der Fuchs im Regelfall nicht ergreifen, kann aber Jungtiere und ge schwächte Alttiere erbeuten. Der Fuchs ist einWildtier und gehört in den Wald, wo er seinen Lebensraumund seinen Bau hat. Der sorglose Umgang mit Abfall und das Füttern der Füchse haben in den Siedlungsgebieten für eine rasante Zunah me dieses Tieres geführt. Wenn er sich einmal daran gewöhnt hat, kehrt er kaum mehr in den Wald zurück. Wir stellen ver mehrt auch fest, dass Füchse in den Sied lungen den Bau anlegen und dort Junge zur Welt bringen. Wir werden oft gerufen mit der Bitte, dieses Tier zu entfernen. Der Fuchs gehört definitiv nicht in die Wohnsiedlungen. Er ist Träger verschiede ner Krankheiten, die denMenschen befal len können. Vor allem Kinder sind beson ders betroffen, wenn sie imGarten spielen. Sehr bekannt und weit verbreitet ist der Befall mit Bandwürmern, insbesondere dem Fuchsbandwurm. Der Befall kann für den Menschen lebensgefährlich sein, kommt aber selten vor. Der Wurm kann die Leber, aber auch andere Organe wie Ge hirn, die Lunge, die Milz und das Herz be fallen. Vermehrt tritt in den vergangenen Jahren die Räude regelmässig auf. Eine Übertragung auf Menschen ist möglich, aber auch hier eher selten. Viel gefährde ter sind aber Hunde und Katzen, die ohne vorbeugende Massnahme oder dann Be handlung die Krankheit nicht überleben. Weiter kennt man noch die Staupe und die Tollwut und als bakterielle Infektion die Leptospirose, die ohne Impfung bei Hunden tödlich ist. Daher bitten wir die Bevölkerung drin gendst, keine Abfälle oder Fressnäpfe dem Fuchs zugänglich zu machen. Wir tun die sem Tier keinen Gefallen – der Fuchs ist und bleibt ein Wildtier und das sollten wir respektieren.
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