Geroldswil Gemeindenachrichten 3/20

47 Senioren Sich um Angehörige kümmern – zwischen Wunsch und Verpflichtung Achten Sie auf Ihre Gesundheit Sie können für Ihre Angehörigen nur län­ gerfristig da sein, wenn Sie selber gesund bleiben, regelmässig ein- und durchschla­ fen können, genug Zeit für die Pflege Ihrer sozialen Kontakte und für Ihre Hobbys haben. Siemüssensichnicht nur sporadisch Sorge tragen, sondern täglich! Wer sich um Angehörige kümmert, sollte auch das eigene Wohlbefinden im Auge behalten. Planen Sie regelmässige Pausen und Feri­ en fest ein – und halten Sie sich auch da­ ran! Suchen Sie gegebenenfallsMenschen und/oder Betreuungsdienste, die Sie in dieser Zeit ablösen. Auf unserer Website finden Sie konkrete Hinweise unter ande­ rem zum Thema «Hilfe zu Hause». Meist wird dieBetreuung vonAngehörigen mit der Zeit anspruchsvoller, zeitraubender und kräftezehrender. In solchen Phasen Grenzen zu ziehen kann ein schwieriger Schritt sein. Seien Sie aufmerksam, damit Sie reagieren können! Schätzen Sie die Situation immer wieder neu ein und passen Sie Ihre Hilfsplanung den veränderten Be­ dingungen an – unbedingt auch mit Rück­ sicht auf Ihr eigenes Wohl. Es kann eine lange, manchmal jahrelange kräfteraubende und an­ spruchsvolle Aufgabe sein, sich um Angehörige zu kümmern. Deshalb empfehlen wir, ein solches Enga­ gement nicht überstürzt, sondern wohl­ überlegt in Angriff zu nehmen. Also nicht einfach die Ärmel hochkrempeln, Augen zu und durch. Das gilt erst recht für Betreu­ ende, die bereits (voll) eingespannt sind. Seien Sie ehrlich zu sich selber, nehmen Sie sich Zeit und beantworten Sie folgen­ de Fragen: • Welcher Hilfebedarf besteht aus Ihrer Sicht zurzeit? • Wie könnte sich dieser Bedarf imbesten/ schlechtesten Fall entwickeln? • Welche Aufgaben könnten und möchten Sie selber übernehmen? • Welche Aufgaben möchten Sie aus wel­ chen Gründen nicht selber übernehmen? • Wie organisieren Sie ganz konkret Ihren eigenen Alltag, Ihre Woche, Ihr Jahr? • Wie lange möchten Sie sich um Ihre An­ gehörigen kümmern? Kontaktieren Sie uns, bevor Sie einen de­ finitiven Entscheid treffen. Wir haben Ant­ worten auf offene Fragen, geben Ihnen gerne hilfreiche Tipps, vermitteln ergän­ zende Angebote und beraten Sie auch, wie Sie Ihren eigenen Bedürfnissen Sorge tragen können. Das ist einwichtiger Punkt, denn die langfristige häusliche Betreuung überfordert eineeinzelnePerson fast immer. Nehmen Sie Hilfe an, bevor die Aufgaben Ihre Kräfte übersteigen! Beatrice Feusi, Leiterin Corinne Halbheer, Fachmitarbeiterin Anlaufstelle Gesundheit und Alter rechtes Limmattal Für Ihre Fragen: Telefon 043 455 10 17 oder: beratung@gesundheit-limmattal.ch Ergänzende Informationen und weitere Tipps auf: www.gesundheit-limmattal.ch

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