Geroldswil Gemeindenachrichten 1/22

4 Gemeinde Entwässerung Fahrweid: Komplimente an die Bevölkerung Es ist vollbracht. Das Grossprojekt Ent- wässerung Fahrweidmit Aufwertung des Strassenraums ist abgeschlossen. Die Abwasserkanäle inklusive Pumpsystem sind erneuert, leistungsfähiger und be- währen sich. Die Feuertaufe hat das Sys- tem beim Starkregen vom Juni 2021 be- eindruckend bewiesen. Die Keller blieben trocken und der Strassenraum blieb von einer Flutung verschont. Doch dafür muss- te die Anwohnerschaf t im Fahrweid- Quartier viel erdulden. Die Arbeiten für das Entwässerungspro- jekt in der Fahrweid, welches sich über Gemeindegebiet von Geroldswil undWei- ningen erstreckt, begannen vor gut zwei- einhalb Jahren imMai 2019. Die Verlegung neuer Abwasserrohre über gut 1250 Me- ter und die Erweiterung des Pumpwerks Länggenbach stellten die Kernmassnah- men dar. Ab März 2021 erfolgte die Auf- wertung des Strassenraums, womit das Quartier auch eine Aufwertung über dem Boden erhielt. Der Blick zurück Die Bauherrschaft im Grossprojekt bilde- ten die Gemeinden Geroldswil und Wei- ningen zusammen mi t dem Regiowerk Limeco, das unter anderem die Abwas- serreinigungsanlage in Dietikon betreibt. Damit die Strassen in der Fahrweid nur punktuell für Installationsschächte auf- gerissen werden mussten, entschieden die beiden Gemeinden, die Kanalisations- erneuerung im Microtunnelingverfahren zu realisieren. So wühlte sich ab August 2019 eine Tunnelbohrmaschine mit einem maximalen Durchmesser von 1,4 Meter durch den Untergrund. Das unterirdische Vorgehen bedingte eine zentrale Bauin- stallation im Einlenkerbereich Fahrweid- strasse-Austrasse. Wer am Tag der offe- nen Baustelle im September 2019 dabei war, mag sich an das imposante Loch an dieser doch stets sehr befahrenen Ecke der Fahrweid gut erinnern. Von diesem Schacht aus bohrte sich die Maschine in vier Richtungen: Nördlich sowie südlich entlang der Fahrweidstrasse, östlich un- terhalb der Austrasse und westlich in Richtung Pumpwerk. Das ausgehobene Geröll gelangte mit einem dem Bohrkopf folgenden Transportmechanismus retour zum zentralen Schacht, von wo aus es mit Lastfahrzeugen Ladung für Ladung weg- transportiert wurde. «Dieses Entwässe- rungsprojekt in der Fahrweid war für unsere Gemeinden eine Operation am offenen Herzen. Die Fahrweid ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Es führ- te kein Weg daran vorbei, das Kanalisa- t ionssystem den neuen Bedür fnissen anzupassen sowie es für die Zukunf t fit zu machen», sagt Michael Deplazes, Ge- meindepräsident Geroldswil . «Es war eine Belastungsprobe für die Quartierbe- völkerung und ich danke für die Geduld und Toleranz, die sie bewiesen hat. Was wir für rund 17,4 Millionen Franken in den Untergrund verbauten, sichert dieWohn- quali tät in der Fahrweid und wird die nächsten 70 Jahre halten.» Die Zukunft mitgedacht Die wesentliche Bautätigkeit zur Entwäs- serung Fahrweid endete imDezember 2021. Seither laufen Instandstellungsarbeiten. Die neue Kanalisation transportiert erfolg- reich das Siedlungsabwasser sowie das Meteorwasser aus der Fahrweid. Beim Pumpwerk Länggenbach sorgen die zwei zusätzlichen Schneckenpumpen dafür, dass nun selbst überdurchschnittlicheWasser- mengen ohne Keller- und Strassenflutungen bewältigt werden können. Dank der Über- dachung dieser Pumpanlage gehören zudem die lästigen Geruchsbelastungen der Ver- gangenheit an. Im Vorfeld des Entwässe- rungsprojekts Fahrweid wurden bereits 2018 und 2019 die Versorgungsleitungen der Wasserversorgungen Weiningen und Geroldswil sowie die grosse Transportlei- tung der Gruppenwasserversorgung Ge- roldswil-Oetwil a.d.L.-Weiningen in der Fahrweidstrasse ersetzt und umgelegt.

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