Geroldswil Gemeindenachrichten 2/22
18 Gemeinde Im Mai fand die Übung der Jugendfeuerwehr des Bezirks Die- tikon in Geroldswil statt. Im Bezirk Dietikon gibt es acht Feuer- wehren und somit auch acht Jugendfeuerwehrübungen pro Jahr. So findet einmal im Jahr bei jeder Feuerwehr eine Übung statt. Die Feuerwehr Geroldswil-Oetwil a.d.L. durfte somit im Mai die 13- bis 17-Jährigen empfangen. Sobald die Jugendlichen 18 werden, treten sie in die Ortsfeuerwehr über und werden somit auch in der Einsatzformation eingesetzt. In der Jugendfeuerwehr des Bezirks Dietikon gibt es vier Klassen. Diese hatten folgendes Programm. Klasse 1 – Funk, Seile & Knoten Die erste Klasse hat sich an diesem Samstag mit der Bedienung des Funkgerätes sowiedenSeilenundKnotenauseinandergesetzt. Beim Funken wurden die Jugendlichen nebst der Bedienung des Gerätes auch in der Funksprache ausgebildet. Diese ist wichtig, um sicherzustellen, dass beim Einsatz klar und deutlich kommu- niziert werden kann und dass es kein Chaos im Funkverkehr gibt. Ebenfalls wurde den Jugendlichen der Unterschied zwischen unseren analogen und digitalen Funkgeräten nähergebracht. Beim Thema «Seile & Knoten» geht es darum, dass die in der Feuerwehr gängigen Knoten gelernt werden. Nicht nur die Kno- ten wurden gelernt, sondern auch die Brust- und Rückenbindung. Diese sind bei Rettungen sehr wichtig. Mit der Brustbindung kann man eine steigfähige Person über eine Leiter retten. Dass diese Knoten schnell und korrekt eingesetzt werden können, ist wich- tig. Oder würden Sie sich sicher fühlen, wenn der Feuerwehrmann, der Sie retten möchte, zuerst einige Male ansetzen müsste, bis der Knoten sitzt? Vermutlich nicht! Daher ist das sichere Erlernen der Knoten ein wichtiger Bestandteil der Grundausbildung. Klasse 2 – Kleineinsätze mit Tanklöschfahrzeug Die zweiteKlassewarmit demTLF (Tanklöschfahrzeug) unterwegs. Bei dieser Lektion geht es darum, mit diversen kurzen Einsätzen die Handhabung verschiedener Geräte beim TLF-Einsatz zu trai- nieren. Die korrekte Notfallsignalisation ist ebenfalls ein wichti- ger Bestandteil. Auch wenn wir auf Nebenstrassen üben, fahren regelmässig Autos an uns vorbei. Daher ist es wichtig, die Ver- kehrsteilnehmer korrekt auf uns aufmerksam zu machen und selber immer ein Auge auf den Verkehr zu haben. Die eigene Si- cherheit hat bei der Feuerwehr immer höchste Priorität. Nach der Pause galt es für die TLF-Besatzung, einen Container- brand zu bewältigen. Auch wenn am liebsten alle gleich mit dem Löschen beginnen würden: Zuerst muss der Schadenplatz abge- sichert werden. Erst danach konnte esmit demLöschen losgehen. Mit strahlenden Augen wurde auch dieser Einsatz perfekt ge- meister t . Im Ernst fall gehör t natürlich noch der Einsatz von Atemschutz dazu. Auf diesen wurde bei der Übung absichtlich verzichtet, da sonst mit den Retablierungsarbeiten der Zeitrahmen nicht reichen würde. Unter Berücksichtigung der Windrichtung und der Tatsache, dass nur unbehandeltes Holz in Brand stand, konnte der fehlende Atemschutz verantwortet werden. Klasse 3 – Strassenrettung Die dritte Klasse wurde mit dem Einsatz von Strassenrettungs- geräten geforder t . Es ging darum, ein Fahrzeug mit Schere, Spreizer und Druckzylinder zu bearbeiten. Zuerst musste das Fahrzeug korrekt unterbaut und gesichert werden. 1 Seile & Knoten 2 Atemschutz Anspruchsvolle Übungen für die Jugendfeuerwehr 1 2
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