Geroldswil Gemeindenachrichten 1/23

52 Testplanung bringt Limmattaler Energiezentrum einen grossen Schritt weiter Limeco muss ihre Kehrichtverwertungsanlage (KVA) bis 2034 und ihre Abwasserreinigungsanlage (ARA) bis 2050 erneuern. Die Gründe: das Alter der Anlagen, verschärfte Regulierungen sowie das starke Wachstum von Bevölkerung und Wirtschaft im Limmattal. Dieses komplexe Generationenprojekt soll in Etappen umgesetzt werden. Mit der Gesamterneuerung von KVA und ARAwill Limeco einen substanziellen Beitrag zur Energie- und Klimawende und zur Versorgungssicherheit im Limmattal leisten, indem sie das Beste aus der Abfallverwertung und der Abwasserreinigung herausholt: saubere Energie in Form von Wärme und Kälte, Strom und Gas. Schon heute heizt Limeco über ihr Fernwärmenetz an die tausend Liegenschaf ten mit CO2neutraler Energie. «ImVerbund funktionieren unsere Anlagen alsMulti-Energy-Hub: Intelligent verknüpft und gesteuert sorgen sie dafür, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtigeMenge der richtigen Energie in der richtigen Qualität am richtigen Ort zur Verfügung steht», sagt Patrik Feusi, Geschäftsführer von Limeco. Testplanung als Meilenstein Die Planung braucht einen langen Vorlauf. Im vergangenen Jahr führte Limeco eine Testplanung durch. Drei interdisziplinäre Teams erarbeiteten Lösungsansätze für die räumliche, bauliche und logistische Realisierung der Gesamterneuerung. In jedem Team waren Expertinnen und Exper ten aus Städtebau und Architektur, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung vertreten. Sparringspartner war ein hochkarätiges Begleitgremium, dem Architektinnen und Architekten sowie Vertreter der Standortgemeinde Dietikon und der Limeco angehörten. Limeco pflegt den Dialog mit ihren acht Trägergemeinden, denMitarbeitenden, demNaturschutz, der IG Silbern und dem Kanton. Erstes Ergebnis war das Weissbuch 1 (www.weissbuch2050.ch), das als Basis für die Arbeit der Testplanungs-Teams diente. Aus deren Lösungsansätzen bildete das BegleitgremiumnuneineSynthese, welchedieGrundlage für das Richtprojekt und den Gestaltungsplan ist. Erkenntnisse aus der Testplanung «Die Testplanung hat uns einen grossen Schritt weitergebracht», sagt Markus Bircher, Leiter Strategieprojekte bei Limeco. Die drei Teams haben städtebauliche, verkehrliche, betriebliche und raumplanerische Herausforderungen aufgezeigt und Lösungen skizziert. Die wichtigsten Erkenntnisse, an welchen sich die Entwicklung der zukünftigen Anlagen orientieren soll, werden unten aufgeführt. Volumina und Höhen: Die zukünftigen Anlagen sollen sich bestmöglich in die UmGewerbe gebung einbet ten. Volumina und Höhen sind möglichst auf die Anforderungen des Natur- und Vogelschutzes auszurichten. Die Staf felung der Gebäudevolumen ist deshalb mit einer ansteigenden Gebäudehöhe von Reppisch und Limmat hin zum Siedlungsgebiet vorzusehen. Mit dieser Höhenentwicklung in Richtung Stadt und Quartier soll der Übergang vomNaturraum zumSiedlungsraumunterstrichenwerden. Daraus ergibt sich eine Hügelform mit gebrochenen Silhouetten. Fassaden und Grünflächen: Alle Fassaden sollen sowohl gegenüber der Natur als auch gegenüber dem Stadtraum gleich hohe Qualitäten aufweisen. Das gilt ebenso für die Dächer: Als fünfte Fassade soll sie als visuell attraktive, teils begehbare Landschaf t gestaltet werden, auch weil sie von den umliegenden Hängen des Limmattals sichtbar ist. Die Fassaden sind mit möglichst natürlichen und zirkulären Materialien auszubilden und vogelverträglich zu gestalten. Begehbar sollen auch die überdachten Becken der ARA sein. Als grüne Sockelterrasse dienen sie einerseits Verschiedene Komponenten des Multi-Energy-Hub sorgen für die richtige Menge der richtigen Energie zum richtigen Zeitpunkt

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