Geroldswil Gemeindenachrichten 2/23

2 Gemeinde Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der Krieg brachte unermessliches Leid, Tod und Zerstörung über weite Teile Europas. «Nie wieder Krieg», forderte sinnbildlich die deutsche Künstlerin Käthe Kollwitz mit ihremweltbekannten Plakat. Diese Forderung hatte in Europa Bestand bis zum 24. Februar 2022. Doch wer glaubt, es gäbe nur Schutzsuchende aus der Ukraine, der irrt. Gemäss dem UNHCR befinden sich bis Mitte 2022 weltweit 32,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Schutzbedürftige aus der Ukraine, dem Nahen Osten, Asien, Südamerika, Nord- undWestafrika suchen Schutz. Eine grosse Herausforderung für Europa, Bund und Kantone. Vor allem aber für die Gemeinden. Schwerpunktthema der heutigen Ausgabe ist das Asylwesen im Kanton Zürich und in der Gemeinde Geroldswil. Unsere Sozialabteilung schilder t eindrücklich, wie dynamisch und herausfordernd sich die weltpolitische Lage auch auf kleine Gemeinden auswirken kann. Lesefieber. Unsere Bibliothek startet mit spannenden Veranstaltungen in den Lesefrühling. Mit dem 6. Schweizer Vorlesetag am24. Mai 2023 findet der ersteHöhepunkt stat t. Dann nämlich lesen bekannte Gesichter den Kindern vor. Musik liegt in der Luf t. Die Kreismusik Limmat tal geht auf Tournee! Im Beitrag erfahren Sie mehr zu ihren Auf trit ten in Geroldswil und im Limmattal. Zücken Sie Ihre Agenda und notieren Sie die Konzerte. Fledermäuse sind faszinierende Tiere. Wussten Sie, dass Fledermäuse zusammen mit den Flughunden die einzigen Säugetiere sind, die fliegen können? Und vielleicht haben Sie heimliche Untermieter. Weitere interessante Beiträge aus unserer attraktiven Gemeinde halten wir heute für Sie bereit. Ich wünsche viel Spass beim Lesen. Auch ein Treffen mit Ihnen und ein spontaner Austausch sind wertvoll. Bis dahin machen Sie mir den Gefallen und bleiben oder werden Sie gesund! Für Ihren Gesamtgemeinderat und das Verwaltungsteam. Michael Deplazes «Nur durch blanke Überlegenheit in allen militärischen Belangen hat man noch lange keinen Krieg gewonnen.» Quelle: Erwin Rommel, deutscher Generalfeldmarschall während des Nationalsozialismus, 1891–1944 «Bund, Kanton und Gemeinden stehen einmal mehr vor einer grossen Herausforderung. Die Unterbringung der Schutzbedürftigen hat oberste Priorität. Ich bin zuversichtlich, dass es in den Gemeinden gelingen wird, die erforderlichen Strukturen aufzubauen.» Quelle: Regierungsrat Mario Fehr Im Jahr 2022 wurden gemäss Bundesamt für Statistik 24 511 Asylgesuche in der Schweiz gestellt. ImVergleich zumVorjahr bedeutet dies einen Anstieg von über 60%. Die Gemeinden im Kanton Zürich hatten seit dem 1. Januar 2020 eine Aufnahmequote von fünf Asylsuchenden auf 1000 Einwohner und Einwohnerinnen gehabt (0,5%). Im April letzten Jahres stieg die Aufnahmequote für die Unterbringung von Schutzbedürftigen auf 0,9%. In Geroldswil leben momentan 69 Flüchtlinge/Asylsuchende und Personen mit Status S (Schut zbedür f t ige). Ab dem 1. Juni 2023 steht die Abteilung Soziales und Gesundheit vor neuen Herausforderungen, denn die Aufnahmequote steigt auf 1,3% (ein Zuwachs von ca. 20 Personen für Geroldswil). Die Asylunterkunf t in der Fahrweid ist ausgelastet und die Abteilung Soziales und Gesundheit ist auf der Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten. Auchmuss die ZSA (Zivilschutzanlage) für eineÜbergangslösung inBetracht gezogen werden. Für die Zukunft muss überlegt werden, wie die Gemeinden von Bund/Kanton entlastet oder unterstützt werden können. Die Strukturen und die Platzverhältnisse vonGeroldswil sindmehrheitlichvorgegebenundkönnen nicht beliebig erweitert werden. Primäres Ziel von Geroldswil ist, weiterhin eine attraktiveGemeinde zu bleiben, aber auch den Auftrag von Bund und Kanton zu erfüllen. Aline Strub Sozial- und Gesundheitsvorständin Asylwesen

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