Geroldswil Gemeindenachrichten 2/23

Gemeinde 5 unterstützt wie Asylsuchende. Die Unterstützungsansätze sind tiefer als diejenigen in der Sozialhilfe. Für Flüchtlinge gelten andere Regeln. Schutzbedürftige in Geroldswil Mehrere Millionen Menschen sind seit dem Ausbruch des Krieges aus der Ukraine geflüchtet und auch in der Schweiz angekommen. Aktuell wohnen 25 schutzbedürftige Personen (Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine), hauptsächlich Frauen, darunter fünf Minderjährige, bei uns in Geroldswil. Untergebracht sind sie in Notwohnungen der Gemeindeverwaltung. Unterstützt werden sie von der GemeindeverwaltungAbteilung Soziales und Gesundheit in Zusammenarbeit mit der AOZ Schlieren (Sozialberatung & Asylbetreuung Standort Schlieren). Im April 2022 kamen die ersten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bei uns in Geroldswil an. Anfangs wurden sie bei Gastfamilien in Geroldswil untergebracht. Die Gemeinde musste rasch handeln und Notwohnungen anmieten, umauf der einen Seite die Gastfamilien zu entlasten und andererseits die Kriegsgeflüchteten einzugliedern. Die Abteilung Soziales und Gesundheit bietet den Schutzsuchenden in Zusammenarbeit mit der AOZ Schlieren Unterstützung bei der Eingliederung in den Alltag in Geroldswil, der ärztlichen Versorgung und der Einschulung der Kinder. Cornelia Riess, Abteilungsleiterin Soziales und Gesundheit, kann sich noch sehr gut erinnern, dass eine der schutzbedürftigen Frauen Mitte Juli 2022 sich hochschwanger am Schalter der Abteilung Soziales und Gesundheit angemeldet hat. Die Frau war erschöpft, verzweifelt und sehr dankbar, nach einer äusserst gefährlichen und beschwerlichen Flucht aus ihremHeimatland, der Ukraine, ihre Zuweisung in eine unserer Notwohnungen für sich und ihre damals knapp fünfjährige Tochter erhalten zu haben. AnfangAugust 2022 hat sie ihren Sohn im Spital Limmattal gesund zur Welt gebracht. Der Vater der Kinder, ein Ingenieur, ist Soldat, verteidigt sein Land im Krieg und hat seinen Sohn noch nicht in den Armen halten dürfen. ImgesamtenAsylwesenwirddieAbteilung Soziales und Gesundheit von der AOZ Schlieren unterstützt. In Zusammenarbeit finden regelmässig Gespräche mit Flüchtlingen, Asylsuchenden und schutzbedürftigen Kriegsflüchtlingen stat t. Alle sind sehr dankbar, dass sie vorübergehend ein Zuhause inGeroldswil haben. Sie schätzen dieNähe zumWald und die Freundlichkeit, die ihnen in unserer Gemeinde entgegengebracht wird. Aktuelle Situation Erneut steht die Gemeinde in Sachen Asyl vor einer Herausforderung. Eine Anpassung der Aufnahmequote vonAsylsuchenden sei unumgänglich, teilte uns der Kanton mit. Zürcher Gemeinden müssen mehr Asylsuchende aufnehmen. Die kantonale Sicherheitsdirektion hat daher entschieden, die Aufnahmequote für alle Gemeinden zu erhöhen. Ab 1. Juni 2023 müssen die Zürcher Gemeinden 13 Asylsuchende auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner aufnehmen. Das entspricht einer Quote von 1,3 Prozent, bislang sind es 0,9 Prozent. In Geroldswil dürfen wir einen Zuwachs von ca. 20 zusätzlichen Flüchtlingen erwarten. Wir vermuten, dass es hauptsächlichAsyl-

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