Gemeinde 19 verwendet. Vor allem im warmen Tessin kann die Pflanze eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern erreichen. Auswirkungen Mit seinem dichten Blattwerk nimmt der Kirschlorbeer den kleineren Pflanzen auf dem Waldboden das Licht weg. Das hat insbesondere Folgen für die Waldverjüngung. Die kleinen Bäumchen können nicht mehr wachsen. Ohne Eingriff bilden sich schnell Reinbestände des Kirschlorbeers, gegen die sich unsere einheimischen Pflanzen nicht durchsetzen können. Die Popularität des Kirschlorbeers in Privatgärten ist für die Artenvielfalt der einheimischen Insekten ein Problem. Zwar produziert der Strauch viele Blüten, die gerne von Bienen besucht werden. Doch seine Blätter sind giftig und werden von den hiesigen Schmetterlingsraupen und Käfern gemieden. Um die Insektenvielfalt zu fördern, ist es daher ratsam, auf Kirschlorbeer zu verzichten und eine einheimische Alternative anzupflanzen (zum Beispiel Liguster). Ausbreitung Der Kirschlorbeer produziert viele schwarze Beeren, die gerne von Vögeln gefressen werden. Dabei verschlucken sie auch die in ihnen enthaltenen Samen. Im Magen der Vögel schafft die Pflanze den Sprung aus den Gärten in unsere Wälder. Der schnellwüchsige Kirschlorbeer erträgt sowohl schattige als auch sonnige Standorte. Jungpflanzen können sich auch im tiefen Schatten eines Waldes etablieren. Damit kann der Kirschlorbeer in viele Gebiete und Ökosysteme der Schweiz vordringen. Begünstigt wird seine Ausbreitung gegenwärtig auch durch den Klimawandel. Die wärmere Temperatur fördert sein Wachstum. Bekämpfung Junge einzelne Pflanzen können mit der Wurzel ausgerissen werden. Grössere Sträucher müssen samt dem Wurzelstock ausgegraben werden. Alternativ kann auch der Strauch bis auf den Stock abgeschnitten und anschliessend mit einem Kontaktherbizid bestrichen werden, was den Wurzelstock absterben lässt. Bei der Verwendung von Herbiziden sind die Einschränkungen zu beachten. In Wäldern ist die Verwendung von Herbizid zum Beispiel verboten. Hier muss der ganze Stock ausgegraben werden. Andernfalls schlägt die Pflanze erneut aus. Alternativ kann man sie schneiden, bevor die Beeren reif werden und durch die Vögel weiterverbreitet werden können. Es ist daher wichtig, die weissblühenden Blüten abzuschneiden, damit daraus keine Beeren wachsen können, die sonst wieder in den Kreislauf gelangen. Helfen Sie mit. Schneiden Sie im Frühjahr die weissblühenden Blüten. Dies stoppt die Produktion der Beeren, wodurch die unkontrollierte Verbreitung des Kirschlorbeers verhindert wird. Für weitere Auskünfte steht Ihnen die Abteilung Bau und Infrastruktur unter Telefon 044 749 32 35 oder per E-Mail, bau_infrastruktur@geroldswil.ch, gerne zur Verfügung. Kirschlorbeer
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