24 Gemeinde Im Zentrum der diesjährigen Kaderübung stand neben der Brandbekämpfung auch der interkantonale, ja sogar internationale Austausch. Zusammen mit Kadervertretern der Feuerwehr Dörflingen (SH), Büsingen (DE) und Schaffhausen haben wir drei verschiedene Lektionen im Brandhaus in Schleitheim im Kanton Schaffhausen bestritten. Damit wir so viel wie möglich von den verschiedenen Taktiken profitieren konnten, haben wir die Gruppen mit den Kaderangehörigen gemischt. Je eine Doppellektion beinhaltete der Innenangriff bei einem Brand im Gewerbegebäude, das Löschen von Insolationsmaterial und Rettungen über die Karbonleiter. Brand im Gewerbegebäude Die Doppellektion im Brandcontainer enthielt für uns einige neue Komponenten. Der grösste Unterschied zum uns Bekannten stellt das Löschen mit Druckluftschaum (CAFS) dar. Dieser ist im Kanton Schaffhausen standardmässig auf dem TLF verbaut und wird für den Löschangriff zugemischt. Der taktische Vorgang unterscheidet sich grundlegend von unserem Innenangriff mit Wasser. Bei beiden Taktiken gibt es Vor- und Nachteile. Es war für alle Beteiligten sehr interessant, den Unterschied an der Front zu erleben. Der Vorgang beim Vorrücken und den Raum nach vermissten Personen absuchen ist im Kanton Schaffhausen sehr ähnlich, wie wir ihn im Kanton Zürich kennen und lernen. Glimmbrand von Isolationsmaterial Beim Bau von Gebäuden wird immer mehr verschiedenartiges Dämmmaterial eingesetzt. Dieses ist normalerweise schwer entzündlich, kann aber durchaus glimmen. Irgendwann wird genügend Energie freigesetzt, so dass ein Brand entstehen kann. Auch ist das Dämmmaterial vielfach wasserabweisend, was für uns ein Problem ist. Mit anderen Worten: Es mottet in einer Dämmschicht, aber das Wasser kommt nicht bis dorthin. In solch einem Fall kann man sogenanntes Netzmittel beimischen, welches von der Dämmung aufgesogen wird. Damit wir, zum Beispiel bei einem Dachstock, nicht die komplette Verkleidung herunternehmen müssen, gibt es die Möglichkeit, den Ort mittels Wärmebildkamera zu lokalisieren und mit der Rettungssäge einen Zugang zu schneiden, so dass mit dem beigemischten Netzmittel und wenig Wasser das Problem gelöst werden kann. Oder, für uns neu, mit dem Einsatz einer Löschlanze. Bei der Sanierung muss dann nur der betroffene Teil abmontiert und ersetzt werden. Dies spart Zeit und Kosten. Kaderübung im Brandhaus Schleitheim 1 2
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