4 Gemeinde Polizeiverband «Polizei rechtes Limmattal» Sehr geehrte Geroldswilerinnen und Geroldswiler Bei einer im Jahr 2023 in der Schweiz durchgeführten Umfrage zum allgemeinen subjektiven Sicherheitsgefühl gaben 32 Prozent der Befragten an, sich sehr sicher zu fühlen. «Eher sicher» fühlten sich 62 Prozent der befragten Schweizer. Betrachtet man die Umfrageergebnisse der vergangenen Jahre, so zeigt sich, dass sich die Schweizer im Jahr 2023 ähnlich sicher fühlten wie in den Vorjahren. Das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ist dem Gemeinderat Geroldswil sehr wichtig. Aus diesem Grund wurde ein Beitritt zum Zweckverband «Polizei rechtes Limmattal» geprüft. Nach diversen Abklärungen, Verhandlungen und Gesprächen mit dem Zweckverband, der zurzeit aus den Gemeinden Weiningen und Unterengstringen besteht, ist der Gemeinderat Geroldswil zum Schluss gekommen, dass ein Beitritt sinnvoll und zukunftsorientiert ist. Somit wird den Stimmberechtigten am 22. September 2024 die Vorlage «Beitritt zum Zweckverband ‹Polizei rechtes Limmattal›» zur Abstimmung unterbreitet. Stimmt das Geroldswiler Stimmvolk dem Beitritt zu, wird die Gemeindepolizei Geroldswil per 1. Januar 2025 in den Zweckverband überführt und die gemeindeeigene Polizei aufgelöst. Die Gemeindepolizei Geroldswil ist eines der 36 kommunalen Polizeikorps des Kantons Zürich. Es besteht aus zwei Polizisten, Wm m.b.A. Martin Küng und Wm m.b.A. Matthias Meury, die je ein 100%-Pensum leisten. Sie nehmen hauptsächlich sicherheitspolizeiliche Aufgaben wahr, insbesondere die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung, die Regelung des ruhenden und fliessenden Verkehrs, Verhinderung von Verbrechen, Vergehen und Übertretungen. Auf Anforderung des Betreibungs- und Gemeindeammannamts unterstützen sie dieses bei der Durchsetzung von Amtshandlungen wie Zwangsausweisungen und Pfändungen. Und genau da liegt die Herausforderung für eine wirkungsvolle Gemeindepolizei. Bei krankheits-, unfall- oder ferienbedingten Absenzen ist dann jeweils nur ein Gemeindepolizist im Dienst. Dies bringt ein erhöhtes Risiko mit sich, da unter diesen Umständen Patrouillen jeweils nur mit einem Mann besetzt sind. «Ein Mann ist kein Mann» Bereits an der Polizeischule wird nach diesem Grundsatz ausgebildet, da es ansonsten zu heiklen Situationen kommen kann, auch im Alltagsgeschäft. Die heutige Gesellschaft ist viel gewaltbereiter als früher, weshalb es bereits beim Kontrollieren der öffentlichen Parkplätze zu Pöbeleien kommen kann. Deshalb stellt sich auch bei der Gemeindepolizei Geroldswil immer mehr die Frage nach Best Practice im Polizeibetrieb, insbesondere auf Patrouille und bei Ernsteinsätzen. Die Sicherheit der Polizeibeamten ist ebenso zu gewährleisten wie jene der Einwohner. Mit einer ständigen Doppelbesetzung können rechtliche Verfahren sowie Gewalt gegen die Polizeibeamten weitgehend verhindert werden. Dies würde jedoch eine Aufstockung der Personalressourcen um mindestens 20 Stellenprozente bedeuten. Springerdienste im Bereich der Polizei sind nicht möglich. Die Aussicht, jemanden im Kleinstpensum bei einer maximalen Einsatzflexibilität einstellen zu können, ist sehr gering und würde ausserdem dieselben Ausrüstungskosten verursachen wie eine Vollzeitanstellung. 32% 32% 29% 20% 29% 31% 34% 37% 35% 36% 32% 57% 58% 62% 66% 64% 61% 61% 58% 60% 58% 62% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Subjektives Sicherheitsempfinden in der Schweiz Sehr sicher Eher sicher
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