Geroldswil Gemeindenachrichten 4/25

Gemeinde 9 Kostensteigerungen in anderen Bereichen Auch in anderen Bereichen haben sich in den letzten Jahren Kostensteigerungen ergeben. So sind auch die Verwaltungskosten pro Jahr um ca. CHF 0,5 Mio. netto gestiegen. Diese Steigerung reflektiert neben den vorgeschriebenen Lohnerhöhungen und einem angepassten Stellenplan für die Gemeinde auch höhere IT-Kosten. Die Verwaltung hatte allerdings über die letzten vier Jahre hinweg einen hohen Nachholbedarf an erforderlichen IT-Investitionen. Inzwischen wurde ein Stand erreicht, der überwiegend papierloses Arbeiten durch qualifiziertes Personal effizient ermöglicht. Der Gemeinderat geht davon aus, dass nun der Bedarf an teuren Springern reduziert werden kann. Als Ergebnis dieser Anstrengungen hat die Gemeinde mehr erfolgreiche Anstellungen in einem ausgetrockneten Markt erzielen können. Auch in den Bereichen Kultur und Sport sind Ausgabensteigerungen festzustellen. Mit der Neueröffnung des Hallenbades steigen die Kosten im Bereich Sport auf ca. CHF 0,7 Mio. pro Jahr, während die Bibliothek mit einer leichten Steigerung ca. CHF 0,4 Mio. pro Jahr kostet. Anders als viele andere Gemeinden rechts der Limmat betreibt Geroldswil ein Hallenbad (renoviert) und eine grosse Bibliothek. Diese Bereiche kosten den Steuerzahler ca. CHF 1 Mio. pro Jahr. Schuldenentwicklung Die Schulden der Gemeinde haben sich durch die sehr hohen Investitionen ins Finanzvermögen (Überbauung «Huebegg» und «Hoschti») auf inzwischen über CHF 80 Mio. erhöht. Da in der Periode bis 2029 weitere Investitionen notwendig sein werden (Sanierung Gemeindehaus, Neubau Werkgebäude usw.), welche auch fremdfinanziert sein müssen, ist ein Abbau der bestehenden Schulden für die Gemeinde nicht nur wichtig, sondern auch notwendig. Eine Verschiebung dieser Ausgaben Gesundheit und Soziales Das Ausgabenwachstum insbesondere in den Bereichen Gesundheit, aber auch Soziales war über die letzten vier Jahre sehr steil und entsprechend schwer zu prognostizieren. Allein für den Bereich Gesundheit (umfasst insbesondere die Finanzierung von Kranken- Alters- und Pflegeheimen sowie ambulante Pflege [Spitex usw.]) sind seit 2020 für die Gemeinde die jährlichen Kosten um ca. CHF 1,1 Mio. gestiegen. Aber auch im Bereich Soziales (umfasst unter anderem neben der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe auch die Alimentenbevorschussung, Leistungen an Familien, das Asylwesen und das Fürsorgewesen sowie die Ergänzungsleistungen AHV und IV) sind für die Gemeinde die Kosten pro Jahr um ca. CHF 0,9 Mio. gestiegen. Zusammen machen diese Kostensteigerungen für die Gemeinde CHF 2 Mio. pro Jahr aus. Kosten, die 2020 in dieser Grössenordnung nicht vorhanden waren. Ausserdem hat der Gemeinderat auf diese Ausgabenbereiche nur sehr beschränkt Einfluss, weil es sich um gesetzlich vorgeschriebene Pflichten handelt. 3 3 4 4

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