Geroldswil Gemeindenachrichten 4/16

57 Gewerbe Schematisches Beispiel für eine Sole-/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden (oben) und Erdkollektoren (unten) sonden von über 170 Metern Tiefe. Sobald die Wärmepumpe anläuft, bringt die Sole- pumpe den ganzen Kreislauf in Bewegung. Über den Tauscher wird die Wärme ent- zogen, das Kältemittel in der Wärmepum- pe wird komprimiert, sprich: verdampft. Danach fliesst diese Wärme in einen zwei- ten Wärmetauscher, wo sie schliesslich ans System abgegeben wird. «Die Wärme wird aus der Soleenergie gewonnen. Das Solewasser wird durch das Erdreich ge- pumpt, wo es der Erde Wärme entzieht, um diese anschliessend, oben angelangt, an die Wärmepumpe wieder abzugeben», erklärt Nauer. Kompakte und redundante Anlage «Es handelt sich um eine sehr kompakte und redundante Installation», beschreibt Nauer die Vorzüge der Anlage. «Im Heiz- kreislauf zirkuliert entmineralisiertes Was- ser. Damit werden Kalkabscheidungen ver- mieden und die Funktion der Pumpen und Armaturen erhalten.» Nauer schätzt, dass im Jahr bis zu 20 Prozent Energie einge- spart werden kann, vor allem während der Übergangszeiten. Denn die Anlage komme insbesondere im Frühling und im Herbst zum Tragen. Gemäss Herstellerangaben kann im Jahresschnitt in diesen Breiten- graden die Solarenergie etwa 60 Prozent des Warmwasserbedarfs decken. Nauers Hoffnung ist, dass er bei genügend Sonnenenergie gar nicht auf die Wärme- pumpe angewiesen ist, so dass diese gar nicht erst anläuft. Bei ausreichender Son- neneinstrahlung wäre damit für die Erzeu- gung von Warm- und Heizungswasser der zweite Wärmeerzeuger, nämlich die Sole- Wasser-Wärmepumpe, nicht erforderlich. Eine Motivation für die Installation dieser Kombianlage von Sole-Wasser-Wärme- pumpe mit Solareinbindung bestand für Nauer auch darin, die Stromkosten mög- lichst gering zu halten. «Das möchten wir mit der Sonnenergie auf dem Dach errei- chen, die gratis zur Verfügung steht.» Dass dadurch auch die Umwelt geschont wird, ist für den Heizungsinstallateur ein will- kommener Nebeneffekt. «Doch das Haupt- ziel war von Anfang an, zu erreichen, dass die Wärmepumpe so wenig wie möglich zum Einsatz gelangt.» Antonio Suárez Weishaupt AG

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