Geroldswil Gemeindenachrichten 4/18
Gemeinde 4 Das Spital Limmattal 1970 und 2018 Am 14. September 2018 wurde das neue Spital Limmattal vom Generalunterneh- mer dem Zweckverband Spital Limmattal offiziell übergeben und es begann das «Zügeln» aus dem Altbau in den Neubau. Am 22. Oktober war der Umzug abge- schlossen und das neue Spital im Betrieb. Die Geschichte des Spitals Limmattal be ginnt im Jahre 1958. Am 7. Januar 1958 fanden unter den Gemeindevertretern von Aesch, Birmensdorf, Dietikon, Geroldswil, Oberengstringen, Oetwil an der Limmat, Schlieren, Uitikon, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen erste Gespräche über den Bau eines gemeinsamen Spitals statt. Be reits am 30. September 1958 wurde der Zweckverband gegründet – nicht mehr da bei war die Gemeinde Uitikon. 1965 wurde mit dem Bau begonnen. Am 1. Mai 1970 wurde das Spital Limmattal of fiziell eröffnet. In der Zeit zwischen 1970 und 2018 haben sich die Verhältnisse stark verändert; dies gilt sowohl für die Rahmenbedingungen wie auch bezüglich der medizinischen Ent wicklungen. Dazu vier Beispiele: Ein weiteres Spital im Gebiet rechts der Limmat! Vielleicht in Geroldswil? Nach 1950 setzte im Kanton Zürich ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Im Limmattal erhöhte sich die Zahl der Ein wohner zwischen 1950 und 1960 von rund 22 000 auf 41 000. Die Limmattaler hatten immer mehr Mühe, in den Stadtzürcher oder Nachbarspitälern unterzukommen. Anfang der 1960er Jahre erschien die Kne schaurek-Studie, die für das Jahr 2000 mit einer Bevölkerung von 140 000 bis 170 000 Personen im Limmattal rechnete. In dieser Phasewurde die Zahl der Betten des Spitals Limmattal auf 406 Betten festgelegt. Die kantonale Spitalplanung sah 1970 pro 10 000 Einwohner rund 72 Spitalbetten vor. In Art. 3 der Verbandsstatuten war auch schon vorgesehen, im Gebiet rechts der Limmat ein weiteres Spital zu errichten, falls die bevölkerungs- und besiedlungs politische Entwicklung dies erfordere. Neuer Spitalbau von oben. Sichtbar sind die vielen Innenhöfe Bild: Spital Limmattal Spital Limmattal auf der grünen Wiese, 1969 Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz 1970 begann das Ende der Hochkonjunktur und 1974 kam die Energiekrise. Das Bevöl kerungswachstum ging stark zurück. Die medizinische Entwicklung (minimalinvasive Chirurgie, Ultraschallgerät, Computertomo graph, MRI, Anästhesie usw.) und neue Medikamente trugen dazu bei, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Patienten im Spital sich von 13,3 Tagen im Jahre 1972 auf 4,8 Tage im Jahre 2017 re duzierte. 2018: Das neue Akutspital hat noch insge samt 209 Betten (40 weitere Betten sind für eine Rehabilitationsklinik im Spitalge bäude bestimmt). Diese Anzahl Betten ge nügt heute für die Erfüllung der Aufgaben des Spitals. In den seit 2002 geltenden Statuten des Spitals Limmattal findet sich für den Bau eines Spitals rechts der Limmat kein Hin weis mehr.
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