Geroldswil Gemeindenachrichten 3/20

Gemeinde 5 Der Innenausbau der Zentrumsüberbauung Huebegg in Geroldswil ist in den letzten Zügen. Ende August 2020 haben der Coop und die Apotheke Pill ihre Tore imParterre geöffnet. Während das Baufeld Ost kurz vor der Vollendung steht, wird die Entwick­ lung anderer Teile des Zentrums in die Wege geleitet. Der Gemeinderat geneh­ migte kürzlich den privaten Gestaltungs­ plan «Gemeindezentrum Teil 2» und legte ihn zur öffentlichen Ansicht auf der Ge­ meindeverwaltung auf. Bis zum 24. August 2020 konnte sich die Bevölkerung zum Planinhalt äussern und Einwendungen vornehmen. Gleichzeitig liegt der Gestal­ tungsplan beim kantonalen Amt für Raum­ entwicklung zur Vorprüfung. Das 8439 Quadratmeter grosse Gestal­ tungsplangebiet umfasst die Grundstücke der Gemeinde Geroldswil, der Post, der katholischen Kirchgemeinde St. Johannes und der Baugenossenschaft Hochwacht. Dort beheimatet sind etwa die Gemeinde­ verwaltung, die Feuerwehr Geroldswil- Oetwil, Wohnungen und Geschäftslokale. Der Wandel rund um den Dorfplatz, den etwa der Umzug des Grossisten Coop in die «Huebegg», die Aufgabe des Hotelbe­ triebs per Ende 2021 sowie weitere Bau­ vorhaben hervorrufen, veranlasste den Gemeinderat dazu, eine Gesamtstrategie für das Zentrum zu erarbeiten. Dazu gehört auch der private Gestaltungsplan «Ge­ meindezentrum Teil 1», der sich auf das Baufeld Hotel bezieht. Im Fokus steht dabei die Umnutzung des Hotels Geroldswil in altersgerechteWohnungen sowie der Um­ bau der Räumlichkeiten der reformierten Kirche und der Wohnungen der Baugenos­ senschaft Schönheim. «Der Gemeinderat, beabsichtigt, das Zen­ trum zu stärken und aufzuwerten. Es soll als attraktiver Begegnungs- und Versor­ gungsort für alle Einwohnerinnen und Ein­ wohner einen wesentlichen Beitrag an die Lebensqualität in Geroldswil leisten», sagt Gemeindeschreiber Gregor Jurt. Mit dem privaten Gestaltungsplan «Gemeindezen­ trum Teil 1» habe man bereits die Grundla­ ge für eine erste Teilentwicklung geschaf­ fen. «Mit dem privaten Gestaltungsplan ‹Gemeindezentrum Teil 2› wird diese Ent­ wicklung baurechtlich abgeschlossen und das Zentrum in seiner Bedeutung gefes­ tigt», so Jurt. Von Bedeutung ist das über 50-jährige Zentrum auch aus denkmalpfle­ gerischer Sicht, da es charakteristisch für Bauten in den 1960er-Jahren steht. Die Gestaltungspläne wurden daher auch im Einklang mit der Schutzverordnung der kantonalen Denkmalpflege erstellt, die auf den Erhalt und die Sanierung des Schutz­ objekts abzielt. Der private Gestaltungsplan «Gemeinde­ zentrum Teil 2» soll zudem die Erweite­ rung des Wohnangebots in Geroldswil sicherstellen. Im Planungsbericht wird ersichtlich, dass die Post Pläne für einen Ersatzneubau hegt. Im Erdgeschoss sind Gewerbenutzungen und eine Sammelga­ rage vorgesehen, in den Obergeschossen soll ein vielseitiger Wohnungsmix mit Maisonette-Wohnungen realisiert werden, die mittels Balkonen, Loggien und Dach­ terrassen diverse Aussenräume anbieten. Auch die katholische Kirche will bauen. Sie beabsichtigt, ihre Liegenschaft aufzusto­ cken. Auf dem rückwärtigen Gebäudeteil zur Poststrasse sollen eine 2,5- und eine 3,5-Zimmerwohnung entstehen. Anpassungen soll es auch in den beste­ henden Gebäuden geben. Die Baugenos­ senschaft Hochwacht konnte als neue Ankermieterin nach dem Wegzug der Coop-Filiale die Schul- und Gemeindebib­ liothek Geroldswil gewinnen. Geplant sind die Verbreiterung der Verglasung, das Durchbrechen einer Betonscheibe und die Installation von Oberlichtern. Die kleineren Gewerbeflächen bleiben in ihrer Aufteilung erhalten und bekommmen neue Mitarbei­ ter-WCs. Der private Gestaltungsplan «Gemeinde­ zentrum Teil 2» wird den Stimmberechtig­ ten gemeinsam mit dem privaten Gestal­ tungsplan «Gemeindezentrum Teil 1» am 7. Dezember 2020 an der Gemeindever­ sammlung zur Genehmigung unterbreitet. Am 17. August 2020 informierte der Ge­ meinderat an einemDialoganlass über den aktuellen Projektstand des Baufelds Hotel. Aufstockung und Maisonette-Wohnungen: Die Entwicklung im Zentrum geht weiter Ein Beitrag aus dem Zeitungsartikel vom 17. August 2020 von Sibylle Egloff, Redaktorin

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