Geroldswil Gemeindenachrichten 4/20
58 Hilfe von Angehörigen/Bezugspersonen, Freunden oder Nachbarn Selbst wenn Ihre Angehörigen weit ent- fernt leben, gibt es Lösungen. Vielleicht ist die nette Studentin nebenan gerne bereit, Ihnen ein wenig Nachhilfe-Unterricht in Sachen Online-Kommunikation zu geben, wenn Sie ihr dafür in den Semesterferien die Blumen giessen? Dann können Sie mit Ihrem Sohn, der im Ausland lebt, skypen, oder online Lebensmittel einkaufen, wenn die Tochter einmal unabkömmlich ist. Viel- leicht eröffnen Sie sogar eine WhatsApp- Gruppe mit Ihren Helfern. Planen Sie die Aufgaben und Hilfen Es ist gut, wenn alle wissen, wer sich wann umwas kümmert. Man braucht deswegen kein Büro zu eröffnen. Es geht sogar ohne Elektronik. Die Verantwortlichen und ihre «Ämtli» auf einem A4-Blatt zu notieren, genügt völlig. Nicht vergessen sollte man, dass auch die treusten Helferinnen und Helfer Freizeit- und Ferienwünsche haben, die berücksichtigt werden wollen. Wir empfehlen ausserdem, dass Sie sich über- legen, mit wem Sie eine formelle Verein- barung abschliessen möchten, denn Klar- heit verhindert unschöne Auseinander- setzungen. Zögern Sie nicht, uns zu kon- taktieren, wenn Sie Fragen zum Thema «Hilfe zu Hause von Angehörigen/Bezugs- personen, Freunden oder Nachbarn» ha- ben. Wir beraten Sie gerne. Was für ein Glück, wenn Sie liebe Menschen um sich haben, die Ihnen helfen, den häuslichen Alltag zu bewältigen. Es entlastet unge- mein, wenn die Tochter einmal pro Woche die wichtigsten Einkäufe erledigt, wenn der junge Nachbar den Abfallsack hinun- terträgt und der gute Bekannte aus dem Quartier die schwerenMatratzen wendet. Allerdings muss man auch «den Rank fin- den», wenn kleinere oder grössere Prob- leme auftauchen. Unangenehme Gefühle zwischen Betreuten und Helfenden sind völlig normal. Machen Sie aus Ihrem Her- zen keineMördergrube! Seien Sie ehrlich! Zuallererst müssen Sie sich aber über Ihre Bedürfnisse im Klaren werden und diese deutlich äussern. Verwandte, Freunde, Bekannte oder Nachbarn helfen in aller Regel gerne – sofern man sie darum bittet. Haben Sie den Mut und reden Sie offen darüber, auch über Dinge, die Ihnen im Alltag Mühe bereiten und Sie bedrücken. Wenn sich das Betreuungssystem einmal eingespielt hat, ist es eine gute Idee, die Helferinnen und Helfer ab und zu bei Kaffee und Kuchen zu versammeln, um die Aufga- ben zu besprechen und eventuell neu zu verteilen. In einer lockeren Runde fällt es allen Beteiligten leichter, Wünsche zu äus- sern: «Ich würde so gerne regelmässig an einemAbend in Gesellschaft Musik hören.» Es kann aber auch Kritik absetzen: «Ich wäre froh, für meine Hilfe auch einmal ein Danke von Dir zu hören.» Beatrice Feusi, Leiterin Corinne Halbheer, Fachmitarbeiterin Anlaufstelle Gesundheit und Alter rechtes Limmattal Für Ihre Fragen: Telefon 043 455 10 17 oder: beratung@gesundheit-limmattal.ch Ergänzende Informationen und weitere Tipps auf: www.gesundheit-limmattal.ch Senioren
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