Geroldswil Gemeindenachrichten 3/22

Gemeinde 25 Wie viele Velopumpen, Leitern oder Waffeleisen braucht es in einem Quartier? Wir besitzen so manchen Gebrauchsgegenstand, der nur höchst selten zum Einsatz kommt. Mit Blick auf unseren Ressourcenverbrauch zeigt sich deshalb ein riesiges Einsparpotenzial: Warum nicht ausleihen, was wir nur einmal im Jahr brauchen? Hand aufs Herz: Bei wem lagern zu Hause nicht unzählige Dinge, die nur gelegentlich benutzt werden? Die Chancen stehen gut, dass es sich dabei um grosse Koffer, Bohrmaschinen oder Leitern handelt. Auch der Raclet teofen und das Fondue-Caquelon gehören wahrscheinlich dazu. Würden Sie eins der Dinge Ihrem Nachbarn ausleihen? Gut möglich, dass sich jemand eine Strasse weiter das Gleiche demnächst neu kauft. Auch diese Anschaffungwirdwahrscheinlich nur kurz im Einsatz stehen – und dann verstaut. Eigentlich ein Unding, oder? Der Ressourcenverbrauch der Schweizerinnen und Schweizer gehört zu den grösstenweltweit.Wollenwir eineenkeltaugliche Zukunft, werden wir unseren Lebensstil anpassenmüssen. Manche Änderungen brauchen Zeit, mit anderen kannman gleich loslegen. Mithilfe der Plattform Pumpipumpe.ch setzt eine stetig wachsende Community seit 2012 jeden Tag ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit. Menschen teilen über die Plattform mit ihrer Nachbarschaft Waffeleisen, Velopumpen, Tischtennisschläger und vieles mehr. Das geht ganz praktisch: Eine Karte schafft Übersicht, bei Interesse schickt man eine direkte Nachricht. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ambesten für die Umwelt sind Dinge, die gar nicht produziert werden. Teilen schont deshalb Ressourcen. Zudem wird so das nachbarschaftliche Zusammenleben gestärkt und das Por temonnaie geschont . Und nicht zuletzt lässt sich Platz sparen, denn wer anderen eine Bohrmaschine ausleiht, borgt sich gelegentlich einBrettspiel, eineGugelhopf-Form oder Schneeschuhe – und vermeidet damit verstopfte Schränke. Wenn das keine Win-win-Situation ist! Schaffen Sie einen direkten Bezug zu Ihrer Gemeinde: • Finden in Ihrer Gemeinde regelmässig Flohmärkte oder Bring- und Holtage statt? Werben Sie dafür, indem Sie Ressourcenverbrauch und nachhaltige Entwicklung ansprechen. • Bekennt sich Ihre Gemeinde zu einer nachhaltigen Entwicklung, z. B. innerhalb eines Leitbilds oder einer Strategie? Verlinken Sie darauf. Sie möchten mehr erfahren? Hier finden Sie weitere Informationen: Pumpipumpe.ch Für einen bewussten Umgangmit Ressourcen und eine lebendige Nachbarschaft bfs.admin.ch Bundesamt für Statistik: Der ökologische Fussabdruck der Schweiz Umwelttipp Teilen ist das neue Besitzen

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