26 Gemeinde Stopp den invasiven gebietsfremden Arten Invasive gebietsfremde Arten stellen eine der grössten Bedrohungen für die Biodiversität in unserem Land dar, indem sie einheimische Ar ten verdrängen, zu Gesundheitsproblemen beim Menschen und zu ökonomischen Schäden führen. Die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt in unserem Land unterliegt einem stetigenWandel. Die Verbreitung von Arten verändert sich und die Natur ist in der Lage, sich neuen Verhäl tnissen anzupassen. Der Mensch transportiert mit dem globalen Handel und der weltweiten Mobilität absichtlich oder unabsichtlich Arten über ihre natürlichen Verbrei tungsgrenzen hinweg. Mehrheitlich haben sich diese gebietsfremden Arten (z. B. die Rosskastanie) gut in unsere Umwelt integrier t . Einige wenige Arten verdrängen jedoch in ihrer neuen Heimat die einheimische Flora und Fauna und werden daher als «invasiv» bezeichnet. Invasive gebietsfremde Arten bedrohen damit unsere biologische Vielfalt und können zudemKrankheiten einschleppen, die sich negativ auf die Gesundheit von Menschen auswirken (Allergien) und Infrastrukturen beschädigen. Als Neophyten bezeichnet man jene Pflanzen, die Menschen seit der Entdeckung Amerikas 1492 gezielt oder zufällig in fremde Gebiete – meist von einem Kontinent auf einen anderen – eingeführ t haben. Diese neuen Lebensräume wären von den Pflanzen auf natürliche Ar t und Weise nicht besiedelt worden. Von den knapp 3000 wildlebenden Pflanzenarten in der Schweiz sind gegen 600 gebietsfremde Pflanzen, sogenannte Neophyten. Von diesen verhalten sich 10% «invasiv». Das bedeutet: Sie wachsen oft rasend schnell und verbreiten sich äusserst effizient. Ihre rasche Verbreitung liegt hauptsächlich daran, dass diesen Ar ten bei uns natürliche Feinde oder Krankheiten fehlen. So verdrängen die Neophyten die heimische Pflanzenwelt. Dadurch geraten wiederum jene Tierarten in Bedrängnis, die auf einheimische Pflanzen angewiesen sind, unter anderem die Raupen mancher Schmet terlinge. Beispiele für invasive Neophyten sind der Japan-Knöterich, die Einige Beispiele: Links: gebietsfremdes drusiges Springkraut Rechts: einheimisches grosses Springkraut Links: Gebietsfremder japanischer Staudenknöterich Rechts: Einheimischer Waldgeissbart
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