18 Gemeinde Um die Littering-Situation zu verbessern, können Gemeinden und Städte Raumpatenschafts-Projekte organisieren. Innerhalb des Projekts übernehmen sogenannte Raumpaten jeweils die Verantwortung für ein festgelegtes Gebiet, das sie regelmässig aufräumen. Die Massnahme ist kostengünstig, entlastet den Reinigungsdienst und reduzier t nachweislich das Littering. Bereits in unserer Ausgabe vomMai 2022 konnten wir einen neuen Raumpaten vorstellen. Umso mehr freut es uns, auch in diesen Gemeindenachrichten einen weiteren Raumpaten begrüssen zu können. Herr Herbert Brändle ist seit Dezember 2022 als Raumpate im Dienst und wurde in einem persönlichen Gespräch bereits bei uns auf der Gemeindeverwaltung willkommen geheissen. Nachfolgend ein Interview mit ihm. Stellen Sie sich bitte kurz vor: Mein Name lautet Herbert Brändle. Ich bin in der Fahrweid aufgewachsen. Ich durfte eine technische Berufslehre und später ein technisches und nachfolgend ein betriebswirtschaftliches Führungs- und Management-Studium absolvieren. Mi t meiner geschiedenen Frau habenwir zwei gemeinsameKinder (bereits imErwachsenenalter). Ich bin gerne sportlich unterwegs. Früher auf Speed-Inlineskates, heute mehr mit dem Fahrrad oder mit den Langlaufskiern. Hin und wieder gehe ich auch mal schwimmen. Sonst bin ich oft – wenn möglich – in der Natur und fotografiere gerne. In der Fotografie durchlaufe ich gerade den Fotografie-Masterkurs. Wie wurden Sie auf die Raumpatenschaft aufmerksam? Aufmerksamwurde ich durch einen anderen amtierendenRaumpaten in der gleichen Wohngemeinde während seiner Raumpatenarbeit im Gemeindegebiet. Sie säubern nun schon seit längerer Zeit Ihr Gebiet, in welchem Turnus machen Sie dies? Ichmagmich erinnern, dass mich die achtlos weggeworfenen Dinge schon immer gestört haben. Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, dies und das in den nahegelegenen Abfalleimer der Gemeinde einzuwerfen. Weil mir ein Herumnörgeln über Abfallsünder zu doof war, begann ich, Dinge von anderenMenschen aufzuheben. Zurück blieb ein gutes Gefühl. Etwas Gutes für die Natur und für eine saubere Umwelt zu tun mit Vorbildcharakter. Was war das Verrückteste, das Sie gefunden haben? Bisher waren es Babywindeln oder ganze Bet tmatratzen im Gestrüpp. Oder in der Limmat ein Einkaufswagen, ein Scooter oder ein Miet-Elektrovelo. Wo entsorgen Sie jeweils den gesammelten Abfall? Von der Gemeindeverwaltung werden mir zwei Möglichkeiten angeboten. Erstens in denerhaltenenschwarzenSäckensammeln und dann bei der Werkstoffsammelstelle abgeben. Oder zweitens kleinereMengen gleich direkt in die Abfalleimer der Gemeinde legen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie freiwillig ein gewisses Gebiet säubern. Wie kommt das? Es ist einfach so gewachsen. Stat t die Faust im Hosensack zu machen und sich innerlich zu ärgern, entschied ich mich für die gute Tat und das gute Gefühl, der Natur etwas Gutes getan zu haben. Umsetzung Littering-Konzept – Begrüssung neuer Raumpate
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