Geroldswil Gemeindenachrichten 1/23

Gemeinde 19 Wie reagiert Ihr Umfeld auf die Raumpatenschaft? Verschieden. Die Verwandtschaft eher fast vorwurfsvoll («Das musst du nicht machen.»), während andere Miteinwohner mit einem Lächeln, einem Daumen nach oben oder einer sonstigen anerkennenden Geste reagieren. Wie reagieren fremde Personen auf Ihren Einsatz beim Abfallsammeln? Entweder erfreut oder verstört guckend. Vielleicht sind sie der Meinung, dass ich eine «Strafaufgabe» erledige (lacht). Es muss etwas sehr Ungewöhnliches für sie sein. Denken Sie, dass Sie durch Ihren Einsatz auch andere Raumpaten motivieren können? Ich denke Ja. Etwas Positives vormachen hat irgendwann einmal eine Wirkung. Gut wäre eigentlich, wenn für Pet-Flaschen sowie Aludosen und Bierflaschen beim Kauf ein Pfand von zwei Franken eingeführt würde. Das «Pfand» sollte derjenige erhalten, der die Ware zurück in den RecyclingKreislauf bringt. Unser Nachbar Deutschland macht das ja bereits so. Was würden Sie gerne den Anwohnern von Geroldswil noch mitteilen/mitgeben? An die Hundehalter: Ich sehe noch immer relativ viel liegengelassener Hundekot oder Hundekot-Säckli an den Fusswegen. Hin und wieder liegen letztere auch einfach im Gestrüpp, wo sie hineingeworfen werden. Das Ungeschickte daran: Diese Säcklein mit dem stinkenden Inhalt können nicht verwit tern. Diese bleiben jahrelang so liegen. An die junge Generation: Es ist absolut nicht cool, in der Gruppe seinen Abfall/sein Konsumgut an Ort und Stelle fallen oder liegen zu lassen. Dazu braucht es keinen Mut. Dinge zu tun, welche andere nicht tun – das braucht Mut. Es wäre absolut cool, wenn die Jugendlichen einmal pro Monat mit einemRaumpaten eine «Cleaning Tour» machen würden. An die Erwachsenen: Ich sehe immer wieder, wie Eltern ihren Kindern das «Fallenlassen» und das «Liegenlassen» regelrecht vormachen. Kein Wunder, wachsen die Kinder mit so wenig Verantwortungsbewusstsein in SachenMüll/Konsumabfällen auf. An die Gemeindeverwaltung: Zuerst einmal ein Dankeschön für die Einladung und das Kennenlernen im Kreise der Verantwortlichen von Gemeindeverwaltung, Abfallwesen,Werkhof undPolizei imDezember 2022. So durfte ich die Gesichter und Namen, mit denen ein Raumpate zu tun hat, kennenlernen. Auch ein Dankeschön für die erhaltenen Hilfsmi t tel wie Zangengreifer und Abfallsackrollen. Handschuhe und IGSUWeste wurden mir von der IGSU per Post zugestellt. Und das Zusammenwirken funktioniert wunderbar – das ist angenehm so.

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