Gemeinde 21 Die Menschen wünschen sich vielfältige Natur – und brauchen sie auch. Biodiversität ist nicht nur für die Lebensqualität essenziell, sondern sie bildet auch die Grundlage unserer Existenz. Umso alarmierender ist der anhaltende Biodiversitätsschwund. DieGemeindeGeroldswil hat sich entschieden, auf einigen der gemeindeeigenen Flächen etwas für die Biodiversität und gegen den Artenschwund zu tun. In den letzten Jahren wurden verschiedene Flächen mit Hilfe von Pflegemassnahmen in artenreichere Flächen überführt. Die Flächen um die Freizeitanlage Werd (wo immer möglich) und die Wiese beim Kreisel beim Eingang von Geroldswil werden seit drei Jahren nur noch zweimal pro Jahr gemäht und das Schnittgut wird zum Biodiversität im Siedlungsraum Absamen zwei bis drei Tage liegengelassen, bevor es zusammengenommen wird. Dies sowie die Tatsache, dass nicht die gesamte Fläche auf einmal, sondern jeweils nur Teilstücke davon im Abstand von zwei bis drei Wochen gemäht werden, hat die Artenvielfalt ebenfalls gefördert. Durch diese einfach umzusetzenden Massnahmen hat sichdieBiodiversität auf diesen Flächen massiv gesteigert. Was früher eine sechsmal pro Jahr niedergemulchte grüneWüste war, ist heute eine farbige und summende Fläche. Im Weiteren wurde der neu angelegte Calisthenics-Parkmit einheimischenWildgehölzen eingebettet, was einerseits einer Vielzahl von Insekten und Vögeln Nahrung sowie Brut- und Unterschlupfmöglichkeiten bietet. Letztes Jahr haben wir auf unserer Parzelle zwischen dem Waldrüti-Parkplatz und der Grillstelle mit Hilfe des Bewirtschafters Peter Haug dieWiese aufgewertet. Zu diesem Zweck wurden zwei lange Streifen mit einer Breite von rund drei Metern umgepflügt und dreimal imAbstand von vier bis sechs Wochen gefräst. In dieses Saatbeet wurde dann imMai 2022 die Wildblumenmischung eingesät. Von diesen beiden Streifen aus werden sich die Wiesenblumen links und rechts versamen, was zu einer ganzflächigen Ausbreitung führen wird. Wir hoffen, Sie mit diesen kleinen Ausführungen ebenfalls motiviert zu haben, auch in IhremGarten etwas für die Biodiversität zu tun, denn keine Fläche ist zu klein und die Natur braucht uns als Fürsprecher.
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