Geroldswil Gemeindenachrichten 1/23

Gemeinde 23 Als besonders störend werden das Lit tering und Sprayereien wahrgenommen, weshalb die Jugendarbeit auch darüber regelmässig das Gespräch mit Jugendlichen sucht. Gleichzeitig stellt sie fest, dass das Ärgernis in Geroldswil zwar durchaus, aber auch nicht prägnanter als in vergleichbaren Gemeinden auftritt. Sie beobachtet ausserdem, dass die Jugendlichen nur für einen Teil des herumliegenden Abfalls verantwortlich sind; die Erwachsenen selbst nehmen es mit ihrer Vorbildfunktion nicht immer allzu genau. Vermitteln zwischen Generationen Umso wichtiger ist die Vermit tler funktion der Jugendarbeit zwischen Jugendlichen und anderen Anspruchsgruppen im öffentlichen Raum. «Es ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, wenn sich unterschiedliche Generationen den öf fentlichen Raum teilen», ist Jugendarbeiterin Bina Taverna überzeugt. «Denn wo Reibung entsteht, gibt es immer auch das Potenzial, miteinander in Kontakt zu treten.» So gelte es, die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse der Jugendlichen zu sensibilisieren, wie Marco Bezjak, regionaler Jugendbeauf tragter der MOJUGA, erklärt: «Jugendliche sind auf den öffentlichen Raum angewiesen; als Lern- und Entwicklungsort für zahlreiche Kompetenzen wie Empathie- und Kommunikationsfähigkeit.» Umgekehrt brauchen sie die Jugendarbeit auch als Gegenüber, das mit ihnen über geeignete Aufenthaltsor te und geltende Regeln spreche sowie einen Austausch darüber suche, was ein konstruktives Zusammenleben braucht. Gemeindeübergreifende Lösungen In Geroldswil als Zentrumsgemeinde, in deren Dorfzentrum sich die Jugendlichen geballt anwenigen Orten gleichzeitig aufhalten, ist die aufsuchende Jugendarbeit eine besondere Herausforderung, die für eine einzelne Person kaum zu schaf fen ist. Seit Juli letzten Jahres sind die 40 Stellenprozente der Jugendarbeit deshalb auf zwei Fachpersonen aufgeteilt. Darüber hinaus ist es notwendig, neben der aufsuchenden Arbeit auch geeignete räumliche Angebote zu schaffen: Mit der Offenen Halle in den Schulanlagen Let ten und Huebwies und neu dem Wohnwagen imWerd ist ein Anfang gemacht. «Hier sind Jugendlichewillkommen und sie finden eineMöglichkeit, sich zu treffen», sagt Eduard Cam. «Wir freuen uns darauf, die Beziehungen weiter zu stärken und die Par tizipation der Jugendlichen zu fördern und auch zu fordern.» Es sei ein wichtiges Prinzip der Offenen Jugendarbeit, dass Jugendliche ihren ausserschulischen Alltag selbst gestalteten. Gemäss dem Jugendbeauftragten Marco Bezjak reicht das aber bei Weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken: «Ideal wäre eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit den Nachbarsgemeinden. Mit Oetwil an der Limmat setzt eine davon seit Januar ebenfalls auf die Jugendarbeit der MOJUGA. Es ist sinnvoll, die ausserschulischen Angebote für Jugendliche regional zu denken und offene Angebote für sie aufeinander abzustimmen. Das kann den Druck in den Ballungszentren vermeiden.» Kontakt und Informationen DieMobile Anlaufstelle ist aktuell dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Die Offene Halle findet am 4. März und 8. April im Huebwies und am 18. März im Let ten stat t. Beide Angebote richten sich an Jugendliche ab der 6. Klasse. Weitere Informationen und interessante Ratgeber zu Jugendthemen: www.jugendarbeit-geroldswil.ch Für Fragen oder Rückmeldungen: Marco Bezjak Regionaler Jugendbeauftragter 079 941 34 44 marco.bezjak@mojuga.ch Edi Cam und Bina Taverna sind in der Gemeinde für Jugendliche unterwegs und bieten neu eine Mobile Anlaufstelle im Werd an.

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjk4MTY2