Geroldswil Gemeindenachrichten 2/23

26 Gemeinde Ein Raumpate (oder in unserem Fall hier: eine Raumpatin) ist zuständig für ein bestimmtes Gemeindegebiet, wo er fortan regelmässig aufräumt und den achtlos weggeworfenen Abfall zusammenräumt. Diese Arbeit könnte ganz einfach vermieden werden, indem jeder seinenAbfall ordnungsgemäss entsorgenwürde. Leider nimmt das Lit tering ständig zu und unser Reinigungsdienst kann diese Mengen nur noch schwer bewältigen. Littering ist nicht die illegale Entsorgung von Abfällen aus Haushalten, Industrie oder Gewerbemit demZweck, Entsorgungskosten einsparen zu wollen. Littering ist die zunehmende Unsitte, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegen zu lassen, ohne die dafür vorgesehenen Abfalleimer zu benutzen. Es freut uns ausserordentlich, in dieser GemeindenachrichtenAusgabe eine neue Raumpatin vorstellen zu können. Frau Corinne Berthoud ist seit Herbst 2022 im Dienst als Raumpatin und ist in einem persönlichen Gespräch bereits bei uns auf der Gemeindeverwaltung willkommen geheissen worden. Nachfolgend ein Interview mit ihr. Stellen Sie sich bitte kurz vor: Mein Name ist Corinne Berthoud und ich wohne mit meinemMann seit gut anderthalb Jahren in Geroldswil. Ich bin im Zürcher Oberland, in der Nähe von Effretikon, aufgewachsen. Als wir zusammengezogen sind, haben wir uns für den Grossraum Limmat tal entschieden. In Geroldswil sind wir nun angekommen und fühlen uns sehr wohl. Von Beruf bin ich Partner- und Team-Assistentin. Ich arbeite seit über zehn Jahren in derselben Firma in der Stadt Zürich, was mir viel Freude bereitet. Seit ein paar Jahren leite ich dort das Assistenzteam in unserer Abteilung. Ich setze mich (firmenintern) leidenschaftlich für das Berufsbild der Assistenz ein. Wie sind Sie auf die Raumpatenschaft aufmerksam geworden? Durch den Artikel letztes Jahr genau in diesem Heft. Sie säubern nun schon seit längerer Zeit Ihr Gebiet. In welchem Turnus machen Sie dies? Ich habe imHerbst 2022 mit meiner «Abfallsammelroute» angefangen. Ich versuche, es ein- bis zweimal imMonat zumachen. Aufgrund einer Weiterbildung habe ich es etwas vernachlässigt. Diese ist nun vorbei und ich kannwieder durchstarten – ich freuemich schon darauf! Was war das Verrückteste, das Sie gefunden haben? Auf meiner Route gibt es nicht viel Verrücktes wie Windeln oder Bettmatratzen. Der reguläre Abfall wie PET-Flaschen, Verpackungen von Essen, Aludosen und dergleichen hält sich in Grenzen. Was jedoch sehr auffällig ist, sind Zigarettenstummel. Viele Raucher/innen werfen ihre Zigaretten offenbar einfach auf die Strasse. Auf meiner Route durch die Quartiere imOberdorf gibt es nicht viele Abfalleimer –weil sie grundsätzlich keine öffentlichen Orte wie z. B. der Dorfplatz sind. Ich verstehe dennoch nicht, wie Anwohner/innen in der eigenen Strasse einfach die Zigaretten auf der Strasse entsorgen können. Ich selbst rauche nicht, meinMann jedoch schon und er entsorgt seine Zigaretten im nächstgelegenen Aschenbecher oder Abfalleimer. Dies sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wo entsorgten Sie jeweils den gesammelten Abfall? Die Gemeinde hat angeboten, dass ich offizielle Abfallsäcke erhalte oder den Abfall im Werkhof entsorgen kann. Da sich die Menge auf meiner Route jedoch auf Kleinigkeiten wie oben beschrieben beschränkt, sammle ich den Abfall in Plastiksäcken vom Einkaufen. Meine Tour führt zwar nicht direkt an der Freizeitanlage Moos vorbei. Manchmal gehe ich trotzdem dorthin und entsorge dann den Abfall in einem der Sortierhaie auf dem Grillplatz. Oder ich beende meine Runde auf demPlatz vor demCoop, weil es dort auch Umsetzung Litteringkonzept – Begrüssung neuer Raumpatin

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