Gemeinde 27 einen solchen hat, da die meisten Gegenstände ja PET-Flaschen oder Aludosen sind. Der Restmüll findet dann problemlos im öffentlichen Abfalleimer Platz. Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie freiwillig ein gewisses Gebiet säubern. Wie kommt das? Seit ein paar Jahren interessiere ich mich generell mehr für die Umwelt, fürs nachhaltige Leben. Ich versuche, es auch in meinem Alltag einzubauen. Als ich hierhin zog und angefangen habe, im Wald spazieren zu gehen, ist mir vor allem auf demWeg zum Parkplatz Wiesentäli und bei kleineren Runden durch die Quartiere im Oberdorf aufgefallen, dass Abfall herumliegt. Ich habe da ab und an schon mal was mitgenommen, wenn es mir über den Weg gekommen ist. Als ich dann letztes Jahr den Artikel in den Gemeindenachrichten über die Raumpatenschaft gelesen habe, wusste ich: Das ist etwas für mich! Weil ich sowieso gerne hinaus und spazieren gehe – wieso nicht manchmal mit einem Plastiksack in der Hand? Wie reagiert Ihr Umfeld auf die Raumpatenschaft? Man sagt ja zwar, tue Gutes und sprich darüber – ich hänge diese Tätigkeit aber im Freundes- und Familienkreis nicht an die grosse Glocke. Es ist für mich einfach etwas, das ich in meiner Freizeit tue, und ich empfinde es als nichts Besonderes. Ich erachte es als «Me-Time», weil ich gerne für mich alleine spazieren gehe. Ich höre meistens einen Podcast dabei. Wie reagieren fremde Personen auf Ihren Einsatz beim Abfallsammeln? Die ersten paar Male habe ich keine grossen Reaktionen erhalten. Die Passanten haben freundlich gegrüsst – wie man es beim Spazieren halt so macht. Erst kürzlich hat mich das erste Mal eine Anwohnerin angesprochen, ob ich das ehrenamtlich tue. Ich habe mich kurz mit ihr unterhalten. Sie hat sich für meinen Einsatz bedankt und findet es eine tolle Sache, was wir Raumpaten tun. Denken Sie, dass Sie durch Ihren Einsatz auch andere motivieren können, Raumpate zu werden? Ich denke, dass vor allem die Artikel in den Gemeindenachrichten andere dazu motivieren, auch eine Raumpatenschaft einzugehen. Die Tätigkeit allein eher weniger – ausser es traut sich jemand, mich anzusprechen und erfährt so von der Raumpatenschaft. Was würden Sie gerne den Anwohnern/innen von Geroldswil noch mitteilen/mitgeben? An alle, die etwas bewusst nicht in einemAbfalleimer werfen oder es bewusst nicht aufheben, wenn etwas aus Versehen herunterfällt, habe ich nur eine Frage: Warum? Aus meiner Sicht bereitet es doch keine Mühe, etwas zu entsorgen oder aufzuheben, wenn es einem herunterfällt. Ich wünschte mir, dass sich die Anwohner/innen dessen mehr bewusst werden und hinterfragen, warum sie ihren Abfall nicht entsorgen. Für alle rauchenden Personen habe ich eine Idee: Besorgt euch einen «Taschenaschenbecher», damit ihr die Zigarettenstummel nicht mehr auf der Strasse entsorgt. Dieser kleine Aschenbecher hat im Hosensack Platz und ihr könnt ihn im nächsten Abfalleimer ausleeren. Ich bin positiv gestimmt, dass durch die Präsenz dieses Themas in den Gemeindenachrichten das Bewusstsein gestärkt und somit das Abfallproblem künftig kleiner wird. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung, die darauf aufmerksammachen und das Littering-Problemangehen! Haben wir nun auch Ihr Interesse an einer Raumpatenschaft geweckt? Wollen Sie Ihren Beitrag zu einem sauberen Geroldswil leisten, dann dürfen Sie sich gerne direkt bei der IGSU unter: www.igsu.ch – Raumpaten anmelden. Für weitere Auskünfte oder ein persönliches Vorgespräch steht Ihnen die Abteilung Bau und Infrastruktur, Tel. 044 749 32 35 oder per E-Mail unter bau_infrastruktur@geroldswil.ch, gerne zur Verfügung.
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