49 Vereine sehr feinen Abendessen und dem obligatorischen Jass für die Einen oder früh zu Bett gehen für die Anderen fand der Tag einen gelungenen Ausklang. Am Sonntag zum feinen Zmorge-Buffet gesellte sich auch unsere Reiseleiterin wieder zu uns. Unser heutiges Tagesziel war der Mattmark-Stausee. Er versorgt das gesamte Saastal mit Strom. In Zermeiggern warteten wir auf unser Postauto. Dieser kleine Weiler, erbaut im 18. Jahrhundert, wurde 1960 abgerissen, damit dort ein Ausgleichsbecken für den Stausee gebaut werden konnte. In einem Schaukasten wurde dieses idyllische Dörfli in einer Miniatur-Ausführung nachgebaut und kann so noch bestaunt werden. Katastrophen-Erinnerungen Rund neun Jahre dauerte die Fertigstellung des Stausees. Am Mattmark befindet sich die grösste natürliche ErddammStaumauer in Europa. Überschattet wurde der Bau vom tragischen Unglück im August 1965, als sich eine Eislawine vom Allalingletscher löste und das Barackendorf unter sich begrub. 88 Bauarbeiter verloren dabei ihr Leben. Zum Gedenken an diese Opfer findet seit 2019 alljährlich der Mattmark-MemorialHalbmarathon statt. Dies beschäftigte uns alle, als wir bei Nieselregen oben beim See ankamen. Fast alle Frauen wollten sich trotz dem schlechten Wetter noch etwas bewegen und liefen die acht Kilometer rund um den See. Zum Schluss überquerten wir den bemerkenswerten Damm, direkt zum warmen Wirtshaus hin. Dort gabs für jede ein feines Zmittag. Das Raclette oder die Käseschnitten schmeckten uns herrlich! Schon bald bestiegen wir das Postauto nach Saas Grund. Dort verabschiedeten wir uns von Edith und auch von Cilly, welche noch zwei Tage im schönen Wallis verbringen wollte – sie ahnte eben nicht, dass sie am Montag schon vom ersten Schnee begrüsst werden wird! Aber unsere Cilly passte sich dem Wetter an und verbrachte die Zeit in den Thermen von Saas Fee. So fuhren wir vierzehn Frauen wieder zurück ins Limmattal. Schon wurde diskutiert, ob uns die nächste Turnreise eventuell wieder ins schöne Wallis zu unserer langjährigen Präsidentin führen wird. Wir sind gespannt! Pia Birrer
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