28 Gemeinde Kurz vor 19 Uhr setzte am Dienstag, 4. Juni 2024, ein emsiges Treiben vor dem Bahnhof Dietikon ein. Von allen Seiten strömten Schülerinnen und Schüler Richtung Kiosk. Viele trugen Rucksäcke, die auf eine etwas längere Wanderung schliessen liessen. Ein untrügliches Zeichen, dass etwas Grösseres bevorstand. Am Schluss standen dann tatsächlich gegen 100 Jugendliche da, dazu kam gegen ein Dutzend Erwachsene. Wenig später bestieg der ganze Verband die S-Bahn nach Altstetten, worauf wieder etwas Ruhe am Bahnhof einkehrte. Gott sei Dank erreichte die SBahn auch pünktlich Altstetten, denn die Umsteigezeit war mit sechs Minuten knapp bemessen. Doch diesmal klappte alles. Nachtmarsch der zweiten Oberstufe Kein Lehrer wartet gerne unnötig lange mit etwa 100 Schülern auf einem Bahnhof, an dem viele Züge halten, aber noch viele mehr schnell durchbrausen. Noch eine S-Bahn, diesmal bis Hedingen. Jetzt erst konnte es losgehen, das grosse Abenteuer. Der zweite Nachtmarsch! Da die meisten schon vor einem Jahr dabei gewesen waren, wussten alle in etwa, was so ein Nachtmarsch bedeutet: plaudern, plaudern, plaudern … Ja, das Wetter meinte es gut mit den Weininger Marschfreunden. Viel Sonne, angenehme Temperatur und schöne Abendstimmungen. «Sie, Herr Nef, darf ich ein Föteli machen? Die Abendstimmung ist so romantisch. Hinten sieht man sogar den Schwarzwald.» Es war allerdings der Jura. Natürlich durfte man. Nach einer Stunde gab es einen ersten kurzen Halt. Ein kleines Grüppchen ganz am Schluss, das bereits jetzt deutlich hinter den andern am Wartepunkt hinterherhinkte, musste zu etwas grösserem Tempo ermahnt werden. Vorne an der Spitze brauchte es da keine Anschub-Motivation. Da war ohnehin hohes Tempo angesagt, bei den Damen ebenso wie bei den Herren. Die über 100 Leute zählende Gruppe zog rasch weiter, zuerst an Bonstetten und dann Wettswil vorbei. So allmählich verschwand der Jura im Dunkeln. Erste Taschenlampen wurden angemacht.
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjk4MTY2