Geroldswil Gemeindenachrichten 3/26

8 Gemeinde Vorstellung neuer Raumpate Auch in dieser Ausgabe dürfen wir wieder einen unserer Raumpaten vorstellen. Es freut uns sehr, dass die Nachfrage und das Interesse an der Raumpatenschaft so gross sind. Herr Iubatti ist bereits seit einem Jahr als Raumpate tätig und zuständig für ein bestimmtes Gebiet, welches er selbst wählen konnte und nun regelmässig vom Abfall befreit. Damals hat sich Herr Iubatti per Mail bei der Gemeindeverwaltung gemeldet und sich zur Problematik des Littering geäussert. Der letzte Satz aus seinem Mail lautet: «Und da Worte viel sagen, Taten jedoch die wahre Veränderung bewirken, möchte ich mich gerne freiwillig engagieren.» In diesem Moment wusste Herr Iubatti noch nichts von der Möglichkeit einer Raumpatenschaft. Gerne stellt sich Herr Iubatti gleich selbst vor. Ich heisse Thomas Iubatti, stamme aus dem schönen Kanton Thurgau und wohne mittlerweile seit 2015 in Geroldswil, einem Ort, an dem ich mit wenigen Schritten an die Limmat oder in den Wald gelange und zur Ruhe komme. In unserer modernen, schnelllebigen Zeit ist genau das der neue Luxus. Ich nehme mich selbst als Genussmenschen wahr und die Natur liegt mir besonders am Herzen. In welchem Turnus säubern Sie das zugeteilte Gebiet? Mein Turnus wird von zwei Faktoren bestimmt: von der Zeit, die ich habe und mir bewusst dafür nehme und vom aktuellen Zustand unserer Strassen. Abgesehen davon nutze ich jede Gelegenheit, um Abfall so gut wie möglich zu entfernen – beim Joggen, Spazieren, Einkaufen oder, wenn es sich ergibt, auch während ich an der Bushaltestelle warte. Wie störend/wie schlimm empfinden Sie das Littering in der Gemeinde Geroldswil? Nicht der Müll stört mich am meisten, sondern die Ignoranz, die dazu führt, dass es überhaupt so weit kommt. Oder die Arroganz mancher, die ihren Frust auf diese Weise loswerden wollen – und am schlimmsten ist die Kombination aus beidem. Wir haben diese Welt nur für eine begrenzte Zeit anvertraut bekommen. Eines Tages geben wir sie an die nächste Generation weiter. Die Frage ist: Welche Generation ist sich dieser Verantwortung weniger bewusst – die gestrige, die heutige oder die kommende? Was war das Verrückteste, das Sie bis jetzt gefunden haben? Ich bin immer wieder erstaunt, was wir Menschen alles liegen lassen oder «verlieren». Manchmal denke ich: Statt weiterer Abfallkübel bräuchte es ein Fundbüro, damit die Hauptverursacher ihren Müll gleich selbst wieder abholen können. Eines Morgens joggte ich der Limmat entlang und stiess unterwegs auf ein komplettes Menü, das zurückgelassen wurde: Tablett, Teller mit Besteck und sogar die Essensreste. Vom Drei-GängeMenü war noch alles da – bis auf das Dessert. Wer weiss, warum? Wo entsorgen Sie jeweils den gesammelten Abfall? Von den infrastrukturellen Möglichkeiten des Werkhofs an der Grindlenstrasse 1 habe ich bisher noch keinen Gebrauch gemacht. Solange ich genügend Zeit habe, trenne ich den Müll selbst und entsorge die einzelnen Bestandteile eigenständig.

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