14 Gemeinde MOJUGA: Jahresrückblick Limmattal die Jugendlichen mit jugendtypischen Problemen belastet sind. Schliesslich wurde der Jugendkeller in Oetwil ab Mitte Jahr um ein regelmässiges Angebot erweitert. Alle drei Wochen findet hier am Donnerstag ein Mittelstufentreff mit Spielen und Zvieri statt. Da das Angebot nicht wie erhofft erfolgreich anlief, entschied sich die Jugendarbeit, dieses auf den Vorabend am Freitag zu verschieben und in einem Zwei-Wochen-Rhythmus anzubieten. Vermitteln im öffentlichen Raum Neben den räumlichen Angeboten setzt die Offene Jugendarbeit mit der aufsuchenden Arbeit einen weiteren Schwerpunkt. Zu Fuss in allen vier Gemeinden unterwegs, begegnen die Jugendarbeitenden den Jugendlichen an beliebten Treffpunkten, kommen oder bleiben mit ihnen in Kontakt, auch wenn sie das Jugi nicht besuchen. Sie treffen unterschiedlichste, zum Teil auch grössere Gruppierungen an, die sich meist aus Jugendlichen verschiedener Gemeinden zusammensetzen. «Jugendliche sind auf den öffentlichen Raum als Lern- und Entwicklungsfeld angewiesen», erklärt Christian Hofmann. «In diesem Lernprozess übertreten sie auch mal Grenzen und geraten in Konflikte.» Die Jugendarbeit sieht es deshalb als eine ihrer Kernaufgaben, zwischen den Generationen zu Den Jugendlichen im rechten Limmattal stehen seit vergangenem Jahr deutlich mehr Räume zur Verfügung. Nicht zuletzt deshalb, weil sich mit Unterengstringen eine weitere Gemeinde dem Verbund angeschlossen hat, der die MOJUGA Stiftung mit der Offenen Jugendarbeit beauftragt. Jugendräume sind für die Offene Jugendarbeit ein wichtiges Arbeitsinstrument, denn sie ermöglichen, die drei Grundprinzipien der Offenen Jugendarbeit – Offenheit, Freiwilligkeit und Partizipation – gleichwertig zu gewichten. Das bedeutet: Treffs sind für alle Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung und Interessen offen, es bestehen keinerlei Verpflichtungen für die Teilnahme an Angeboten, und die Jugendlichen gestalten Räumlichkeiten und Aktivitäten selbst. Auf diese Weise übernehmen sie Verantwortung für ihre Bedürfnisse und ihre Umgebung. So geschehen ist das zunächst im Jugendpavillon Weiningen, den die Schulgemeinde der Offenen Jugendarbeit bereits im Vorjahr zur Verfügung gestellt hatte. Die Jugendlichen richteten den Raum zusammen mit den Jugendarbeitenden nach ihren Wünschen ein und nutzen ihn seither intensiv – zum Mittelstufentreff kommen jeweils bis zu zwanzig Kinder, der Oberstufentreff verzeichnet sogar bis zu fünfzig Besuchende aus allen vier Gemeinden pro Abend. Zusätzliche Räume «Wir stiessen bald an die Kapazitätsgrenzen», blickt der regionale Jugendbeauftragte Christian Hofmann zurück. «Deshalb waren wir erfreut, als uns auch Geroldswil ab Mai einen grösseren, zentral gelegenen Raum für den Freitagabend zur Verfügung stellte.» Nutzten anfänglich fast nur Jungs den Treff, erreicht die Jugendarbeit dank Ausweitung des Angebots nach Geroldswil inzwischen auch zunehmend Mädchen. Am Dorffest entdeckten zudem viele weitere Jugendliche den neuen Raum und fingen an, ihn fortan regelmässig zu besuchen. Heute frequentieren bis zu 80 Besuchende aus allen vier Gemeinden pro Abend das Jugi. Schliesslich stellte auch die Gemeinde Unterengstringen einen Raum zur Verfügung, der vor allem von Mittelstufenkindern am Mittwoch gut genutzt wird. Mit regelmässigen Aktionen wie Disco, Kochen oder Kreativwerkstatt schafft die Offene Jugendarbeit Anreize für Besuche. «Es ist uns wichtig, die Kinder bereits kennenzulernen, bevor sie mitten in der Pubertät stecken», erklärt Christian Hofmann. In diesem Alter seien sie empfänglicher für Angebote von Erwachsenen. Zudem erreichen die Beziehungen eine vertrauensvolle Tiefe, bevor
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